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Mitteldeutschland Lufthansa stellt Verkehr fast ein: 425.000 Fluggäste betroffen - Leipzig/Halle ebenfalls
Region Mitteldeutschland Lufthansa stellt Verkehr fast ein: 425.000 Fluggäste betroffen - Leipzig/Halle ebenfalls
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14:53 31.03.2014
Ein Pilot der Lufthansa steht am Flughafen in Frankfurt am Main vor dem Lufthansa-Logo. Quelle: Boris Roessler/Symbol
Frankfurt/Hamburg

Das Unternehmen hat eine erste Liste mit mehr als 200 abgesagten Interkontinentalflügen veröffentlicht. Nach Stand vom Montagabend fallen auch sechs Inlandsflüge vom Airport Leipzig/Halle aus.

Alle betroffenen Flüge vom Mitteldeutschen Flughafen am Schkeuditzer Kreuz haben München oder Frankfurt/Main als Ziel. Nach Angabe des Unternehmens können die Tickets in ein Bahnticket umgewandelt werden. Nähere Informationen dazu gibt es auf der Internetseite der Lufthansa.

Bereits für Dienstag sind von anderen deutschen Airports erste Flüge nach Nordamerika gestrichen. In der vergangenen Woche hatte Lufthansa beim weit kürzeren Warnstreik des Flughafenpersonals rund 600 Verbindungen gestrichen.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte in der vergangenen Woche einen dreitägigen Vollstreik von diesem Mittwoch bis Freitag angekündigt. Betroffen wären die Gesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings. Die Konzerntöchter Swiss und Austrian Airlines haben eigene Tarifverträge und würden von einem Ausstand bei der Lufthansa nur insofern berührt, dass Umsteigeverbindungen auf Lufthansa-Flüge gefährdet sind. Lufthansa fliegt täglich rund 1800 Verbindungen. Für innerdeutsche Flüge wird bei Streiks regelmäßig die Bahn als Alternative genutzt.

Bei vorangegangenen Streiks hatte die Airline mit ihren Ersatzflugplänen das Ziel verfolgt, den Normalbetrieb möglichst schnell nach Streikende wieder zu erreichen. Dafür ist es wichtig, dass sich Maschinen und Crews zum Streikende an den Plätzen befinden, an denen sie auch planmäßig zu sein hätten. Das kann dazu führen, dass während der Streiktage die Flüge eher großzügiger gestrichen werden und einzelne Crews für mehrere Tage im Ausland bleiben müssen.

Knackpunkt und Streikanlass sind die von Lufthansa einseitig gekündigten Übergangsrenten, die den Piloten bislang ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Beruf ermöglicht hatten. In einer Urabstimmung hatten die rund 5400 Piloten zu 99,1 Prozent für einen Arbeitskampf zu diesem Thema gestimmt.

Am Sonntag hatte es nach Angaben der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit noch einmal Verhandlungen zu den Übergangsrenten gegeben. Lufthansa habe ihren Vorschlag noch einmal erläutert, aber nicht verbessert, sagte VC-Tarifexpertin Ilona Ritter der Nachrichtenagentur dpa: „Wir hatten nichts missverstanden. Lufthansa will die bisherigen Regelungen verschlechtern und zudem eine Generationenteilung.“ VC verlange aber eine einheitliche Regelung, die auch für die jüngeren Kollegen gelten müsse. Dafür habe man eine Deckelung der Kosten angeboten, worauf Lufthansa aber nicht eingegangen sei.

dpa/agri

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