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Mitteldeutschland Mai endet mit Hitzewelle – ein erster Trend für den Sommer?
Region Mitteldeutschland Mai endet mit Hitzewelle – ein erster Trend für den Sommer?
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16:57 23.05.2018
35 Grad mitten im Frühling – nächste Woche könnte es erneut Rekordtemperaturen in Deutschland geben. Quelle: dpa
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Leipzig

Der April 2018 war schon ein Rekordmonat bei den Temperaturen. Und auch der Mai wandelt munter auf heißen Sohlen. „Bisher liegt die positive Abweichung vom klimatologischen Mittel bei rund 2,3 Grad. Doch diese Abweichung könnte sich bald deutlich vergrößern, denn spätestens ab Samstag stellt sich die erste Hitzewelle des Jahres ein“, sagt Dominik Jung vom Portal Wetter.net. Für Ende Mai erwarten wir danach markante Temperaturen, die verbreitet 30 Grad und mehr erreichen. Lokal sind sogar Spitzenwerte von bis zu 35 Grad im Schatten möglich. „Für die aktuelle Jahreszeit wären das sehr wahrscheinlich erneut Rekordwerte – von Frühlingswetter kann dabei keine Rede mehr sein“, so Jung.

Regenmangel: Der Norden trocknet aus

Bis zum Wochenende setzt sich die Wetter-Zweiteilung erst einmal fort. Und das heißt: Der Norden bleibt sonnig, der Süden wird nass. Während im Nordosten dank des Einflusses von Hoch Sven bis Sonntagabend kaum ein Tropfen Regen zu erwarten ist, kann es im Südwesten lokal Mengen von bis zu 100 Litern pro Quadratmeter geben. „Der Natur hilft das dort relativ wenig, denn es wird nur wenige treffen und der ergiebige, flächendeckende Landregen will sich auch dort nicht einstellen“, sagt der Wetter.net-Experte. Platzregen und Sturzfluten schadeten der Natur und Landwirtschaft mehr als dass sie helfen würden, die große Trockenheit zu beseitigen. Es bleibt dort beim berühmten Tropfen auf den heißen Stein.

Sonne macht Überstunden im Raum Leipzig

Kaum Chancen auf Regen gibt es in der Region Leipzig. Ab Freitag gibt es für mindestens eine Woche praktisch fast nur Sonnenschein – dabei ist das Sonnensoll für den Monat Mai bereits schon am heutigen Mittwoch mit 214 Stunden zu 106 Prozent übererfüllt. Während es am Wochenende im Raum Leipzig mit 25 bis 26 Grad noch erträglich ist, schnellen die Temperaturen ab Wochenmitte auch bei uns hoch und erreichen die 30-Grad-Marke. „Da gibt es also jede Menge Überstunden an Sonnenschein und eine, für die Jahreszeit ungewöhnlich lang anhaltende Hitzeperiode“, prophezeit Wettermann Jung.

Ab Mitte nächster Woche erreicht die Hitzewelle mit über 30 Grad auch den Raum Sachsen. Quelle: wetter.net

Erster Sommertrend: Heiß und Unwettergefahr

Ob das schon ein erster Fingerzeig für den kommenden Sommer ist, dazu will sich Jung noch nicht festlegen. Aber: Es gibt eine beunruhigende Prognose des privaten US-Wetterdienstes Accuweather, der schon im letzten Jahr mit seinem Sommertrend ziemlich richtig lag. Die US-Experten sagen diesmal für Deutschland zahlreiche Hitzewellen mit Spitzenwerten bis zu 38 Grad voraus. Dazu soll es ein verbreitet hohes Unwetterpotenzial geben.

Der Sommertrend des privaten US-Wetterdienstes Accuweather: Danach gibt es bei uns Hitzewellen (Heat Waves) und eine hohe Waldbrandgefahr (Fire Risk) Quelle: wetter.net

Meteorologe Jung: Trends sind keine Wettervorhersagen

Der staatliche US-Wetterdienst NOAA sieht es hingegen nicht ganz so dramatisch. Hier wird ein leicht zu warmer und regional nach Süden hin sogar zu nasser Sommer prognostiziert. Dennoch relativiert auch Wetterexperte Jung diese Vorhersagen. Es handele sich um keine genauen Wetterprognosen, sondern lediglich um Klimatrends, die auf Daten der entsprechenden Wetterdienste basieren.

Von Olaf Majer

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