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Mitteldeutschland Maßnahmen gegen Ärztemangel in Thüringen: Gesetzlich Versicherte sollen zahlen
Region Mitteldeutschland Maßnahmen gegen Ärztemangel in Thüringen: Gesetzlich Versicherte sollen zahlen
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08:31 13.11.2014
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung verlangt höhere Vergütungen für Ärzte. Quelle: Arno Burgi/Symbolbild
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Weimar

Die je zur Hälfte aufzubringende Summe soll unter anderem für Zuschüsse zu Praxisneugründungen oder -übernahmen und den Betrieb von Praxisfilialen in ärztlich unterversorgten Regionen verwendet werden, wie die KV mitteilte.

Aus ihrem Etat will die Ärztevereinigung weitere zwei Millionen Euro unter anderem für die Weiterbildung des Medizinernachwuchses zur Verfügung stellen. Allein bei Hausärzten sind derzeit 64 Praxissitze unbesetzt. Bereits seit einigen Jahren werden Ärzte bei Praxiseröffnungen in einer Mangelregion von der KV mit bis zu 60.000 Euro unterstützt. Auch Ärzte im Rentenalter, die ihre Praxis mangels Nachfolger weiter betreiben, können Zuschüsse bekommen. Die KV geht von der weiteren Notwendigkeit solcher Förderprogramme aus.  

Jüngst gab es Befürchtungen, dass eine geplante bundesweite Neuregelung bei der ärztlichen Versorgung zu einer drastischen Reduzierung der Zahl der Thüringer Arztpraxen führen könne. Aus dem Gesetzentwurf der Bundesregierung hatte die KV geschlussfolgert, in Thüringen könne jede sechste Arztpraxis wegfallen - weil in Regionen mit hoher Arztdichte Praxissitze von in den Ruhestand gehenden Medizinern nicht wieder besetzt werden sollen. 

Die Krankenkassen bezeichneten dies als Panikmache. Auch künftig müssten die zuständigen Landesgremien mit Beteiligung der KV vor Streichung eines Arztsitzes den Versorgungsbedarf genau prüfen, sagte Guido Dressel, Landeschef der Techniker Krankenkasse (TK): „Aufgrund des geplanten Gesetzes wird somit in Thüringen keine für die Behandlung der Bevölkerung notwendige Arztpraxis schließen müssen.“ Ähnlich hatte sich auch die Barmer GEK geäußert.  In Thüringen sind insgesamt mehr als 4000 Ärzte und Psychotherapeuten in der ambulanten medizinischen Versorgung tätig.

dpa

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