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Mitteldeutschland Mehr Autodiebstähle in sächsischer Grenzregion
Region Mitteldeutschland Mehr Autodiebstähle in sächsischer Grenzregion
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19:21 17.12.2009
Quelle: Andreas Döring
Dresden

2008 waren es Ende des Jahres insgesamt 576 Fälle. Besonders gravierend ist die Lage in Görlitz und Zittau. So stieg die Zahl der entwendeten Autos im Stadtgebiet von Görlitz im ersten Halbjahr 2009 auf mehr als das Dreifache gegenüber dem Vergleichszeitraum 2008 (315 Prozent). Konkret registrierten die Beamten in der ostsächsischen Stadt laut interner Polizeistatistik in den ersten sechs Monaten 73 Fälle von Kfz-Klau, zuvor waren es lediglich 23. Noch eklatanter ist die Situation in Zittau. Dort stieg die Zahl im Vergleichszeitraum sogar um das über Siebenfache. Im ersten Halbjahr 2008 wurden 19 Autos entwendet, in den ersten sechs Monaten 2009 waren es 133 (730 Prozent). Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort. Wurden nach der Grenzöffnung zu Tschechien und Polen im Zuge des Schengenabkommens  im Bereich der Polizeidirektion Oberlausitz 2007 noch 358 Autos gestohlen, so waren es ein Jahr später bereits 576 (plus 61 Prozent).Doch auch in anderen Regionen Sachsens stiegen die Zahlen. In der Stadt Dresden wurden 2007 noch 252 Kfz-Diebstähle gemeldet, ein Jahr später 555. In Chemnitz steig die Zahl der Fälle von 103 auf 166. Und auch in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen registrierten die Beamten denselben Trend. In Nordsachsen waren es plus 15 Fälle, von 87 im Jahr 2007 auf 102 2008, im Landkreis Leipzig plus 30, von 127 auf 157. Lediglich im Stadtgebiet Leipzig sank die Anzahl der geklauten Autos von 702 auf 663.Für die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist der Trend alarmierend. „Wir erwarten in den Grenzregionen am Ende des Jahres fast eine Verdoppelung der Fallzahlen“, sagte GdP-Landeschef Matthias Kubitz der Zeitung. Gleichzeitig kritisierte er den von der Landesregierung geplanten Stellenabbau bei der Polizei. Laut Koalitionsvertrag will Schwarz-Gelb insgesamt 2441 Beamtenstellen streichen. Nach internen Reibereien mit der Staatskanzlei hat Innenminister Markus Ulbig (CDU) einen entsprechenden Prüfbericht überarbeitet und will diesen erst Anfang kommendes Jahres vorlegen. Laut Kubitz ist das eine Mogelpackung. „Ich habe den Verdacht, dass der Bericht dem Koalitionsvertrag angepasst wird“, sagte er. „Allein die Zeitabläufe belegen, dass er tatsächlich bis zum letzten Tag überarbeitet wird.“

J.K.

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