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Mehr als 1000 junge „Komasäufer“ in Sachsen

Mehr als 1000 junge „Komasäufer“ in Sachsen

Alkoholmissbrauch hat bei jungen Sachsen weiter zugenommen. 2008 mussten 1007 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 20 Jahren mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt werden, 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus Zahlen hervor, die das Statistische Bundesamt Wiesbaden am Dienstag veröffentlichte.

Dresden/Wiesbaden. Im Jahr 2000 lag die Zahl noch bei 398 sogenannten Komasäufern, somit gab es eine Zunahme um 153 Prozent. Die Diagnose Alkoholmissbrauch wird vom Bundesamt erst seit der Jahrtausendwende erfasst.

Deutschlandweit war sogar ein Anstieg um 170 Prozent binnen acht Jahren zu verzeichnen. In ganz Deutschland mussten 25 709 Jungen, Mädchen und junge Erwachsene 2008 wegen Vollrauschs stationär behandelt werden, 2000 waren es noch 9514.

Ein Lichtblick war in Sachsen zumindest der Rückgang von betroffenen jungen Mädchen und Frauen. Sie stellten 339 Fälle, 25 weniger als 2007. Bei den jungen Männern bleibt der Trend dagegen ungebrochen. Mit 668 Trunkenbolden lag die Zahl um 62 höher als im Vorjahr.

Bundesweit stieg jedoch die Zahl der sturzbetrunkenen Mädchen im Jahresvergleich in allen Altersgruppen stärker als die der Jungen, wie die Statistiker mitteilten. Von den Jugendlichen und jungen Erwachsenen (15 bis 20 Jahre), die nach akutem Alkoholmissbrauch ins Krankenhaus kamen, waren zwar noch fast zwei Drittel männlich, der Anteil der Mädchen und jungen Frauen stieg aber stärker.

„Noch nie betrank sich eine so große Zahl von Kindern und Jugendlichen derart hemmungslos“, sagte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP), in Berlin und sprach von einem traurigen Rekord. „Gegen das Rauschtrinken dieser ständig wachsenden Gruppe von Kindern und Jugendlichen muss mehr getan werden.“ Eine Ausweiskontrolle bis zum geschätzten Alter von 25 Jahren müsse beim Kauf von Alkohol an allen Verkaufsstellen selbstverständlich werden, verlangte sie.

dpa

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