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Mehr als 15 Millionen Besucher in Dresdner Frauenkirche - Spendenbereitschaft lässt nach

Mehr als 15 Millionen Besucher in Dresdner Frauenkirche - Spendenbereitschaft lässt nach

Mehr als 15 Millionen Menschen haben seit der Weihe vor fast acht Jahren die Dresdner Frauenkirche besucht. Sie war 1945 zerstört und nach der Wende wiederaufgebaut worden.

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Besucher an der Dresdner Frauenkirche. (Archivfoto)

Quelle: dpa

Dresden. Das Gros der Besucher, knapp elf Millionen, nutzte das Angebot der offenen Kirche zur Besichtigung, wie eine Sprecherin der Stiftung Frauenkirche der Nachrichtenagentur dpa am Montag sagte. Im Schnitt kommen noch immer jährlich fast zwei Millionen Gäste aus dem In- und Ausland.

Die meisten Gäste besichtigen die originalgetreu wiedererstandene Spätbarockkirche, viele erleben Andachten, Gottesdienste und Konzerte. Rund zwei Millionen nutzten bisher den Aufstieg auf die berühmte Sandsteinkuppel.

„Die Frauenkirche ist das größte Geschenk für Dresden seit der Friedlichen Revolution 1989“, sagte Pfarrer Sebastian Feydt. Vor allem die Musik verbinde die Menschen in der Kirche. „Sie bringt die Sehnsucht nach Frieden zum Klingen.“

Inzwischen aber lässt die zu Wiederaufbauzeiten noch enorme Spendenbereitschaft nach. Es erfordere immer größere Anstrengungen, die Erhaltungskosten von über einer Million Euro im Jahr und das vielfältige Leben in der Kirche ausschließlich aus Spenden zu finanzieren, sagte Christine Kageneck, Geschäftsführerin der Stiftung Frauenkirche. Gerade deshalb sei man dankbar für Zustiftungen und Nachlässe.

Das teils aus Trümmern und mit Hilfe von Spenden aus aller Welt wiederrichtete Gotteshaus gilt als Symbol für Frieden und Versöhnung. Die Frauenkirche war 1726 bis 1743 erbaut worden, ihre Kuppel, Steinerne Glocke genannt, dominierte rund 200 Jahre lang das barocke Dresden. Nach der Bombardierung der Stadt im Februar 1945 stürzte das Bauwerk ein. Wiederaufbaubemühungen zu DDR-Zeiten scheiterten, erst zur Wendezeit bat eine Bürgerinitiative mit dem „Ruf aus Dresden“ um Hilfe.

Im Februar 1993 begann dann die Enttrümmerung der Ruine. Rund drei Viertel der Baukosten kamen aus Spenden, auch aus Staaten der ehemaligen Alliierten. Ende Oktober 2005 wurde das Gotteshaus geweiht. Zu den prominenten Besuchern gehörten US-Präsident Barack Obama, Hollands frühere Königin Beatrix, Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Auch Russlands Präsident Wladimir Putin war da, schaute aber nur kurz herein.

dpa

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