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Mehr weibliche Wirtschaftsbosse - Kolb für Gesetz

Mehr weibliche Wirtschaftsbosse - Kolb für Gesetz

Justizministerin Angela Kolb (SPD) hat ihre Forderung nach einer gesetzlich geregelten Frauenquote für die obersten Etagen der Wirtschaft erneuert. „Ich glaube nicht mehr an die freiwillige Durchsetzung im Rahmen von Selbstverpflichtungen, die die Europäische Kommission vorschlägt“, sagte Kolb am Montag in einem Gespräch in Magdeburg.

Magdeburg. Studien belegten, dass Unternehmen mit Frauen in Führungspositionen wirtschaftlich erfolgreicher sind als solche mit ausschließlich Männern. Die Zahlen seien auch eindeutig: Von den 833 Vorstandsmitgliedern der 200 umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands seien nur 21 Frauen, was einem Anteil von 2,5 Prozent entspreche.

„Wir haben ausreichend qualifizierte Frauen, die auch durchsetzungsstark sind. Aber die Wirtschaft ist strukturell männlich dominiert. Das führt dazu, dass die Gremien, die über die Zusammensetzung der Aufsichtsräte entscheiden, immer wieder Männer vorschlagen“, sagte Kolb. Die Ministerin verspricht sich von einem gesetzlich vorgeschriebenen Frauenanteil einen „Kulturwandel, wo es irgendwann egal ist, ob jemand Frau oder Mann ist“.

An diesen Freitag wird im Bundesrat über eine Regelung entschieden, nach der eine freiwillige Selbstverpflichtung von Unternehmen möglich ist. Die Frage ist laut Kolb auch, ob ein Vorschlag zu einer gesetzlichen Regelung eine Mehrheit bekommt. „Das Abstimmungsverhalten Sachsen-Anhalts steht noch nicht fest.“ Das Kabinett entscheide darüber an diesem Dienstag. Kolb hält es für realistisch, dass bis 2020 etwa 15 Prozent Frauenquote erreicht werden können, um diesen Anteil dann weiter zu steigern.

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) wie auch Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hatten einer Frauenquote für die Spitzenpositionen in der deutschen Wirtschaft bereits eine Absage erteilt. Sie setzen weiter auf freiwillige Regelungen.

Dörthe Hein, dpa

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