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Meissener Porzellan trotz Minus optimistisch

Meissener Porzellan trotz Minus optimistisch

Meißen. Kurz vor Beginn ihres Jubiläumsjahres stemmt sich die Porzellan-Manufaktur Meissen weiter gegen die Krise und die zuletzt aufgelaufenen Verluste. Der Geschäftsbericht für das Jahr 2008, den das Unternehmen nach einer Tiefenprüfung erst am Donnerstag endgültig vorgelegt hat, weist bei 35 Millionen Euro Umsatz einen operativen Verlust in Höhe von sechs Millionen Euro aus.

Hinzu kommt ein Minus von weiteren 15 Millionen Euro, das durch Herausnahme der historischen Sammlung aus der Bilanz entstanden ist. Der Abschluss 2009 werde dafür „deutlich besser“ ausfallen als erwartet, sagte Geschäftsführer Christian Kurtzke der Deutschen Presse-Agentur dpa.

„Jeder weiß, dass die Branche Strukturprobleme hat“, so Kurtzke. Die Meissener Manufaktur, die 2010 ihr 300-jähriges Bestehen feiert, habe aber viele Wachstumspotenziale, die nun ausgeschöpft würden. Anstelle zu Jahresbeginn erwarteten Umsatzrückgangs um 20 Prozent rechne er damit, dass das Unternehmen 2009 nur leicht unter den 35 Millionen Euro des Vorjahres bleiben werde. Zahlreiche Innovationen hätten die Einbrüche auf bestehenden Märkten weitgehend aufgefangen. Vor allem bei Inneneinrichtung und Schmuck sieht Kurtzke noch große Potenziale.

Anders als im Ausland würde die Marke der „Blauen Schwerter“ in Deutschland noch immer auf Geschirr reduziert. „Wir haben 200 000 Produkte, aber am Ende spricht man immer nur über das Zwiebelmuster.“ Kurtzke ist überzeugt, dass Meissen sein kulturelles Erbe erhalten und gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreich sein könne. „Aber es bleibt erstmal eine Gratwanderung“, sagte Kurtzke. Er hatte die Geschäftsführung im Oktober 2008 übernommen. Vorrangiges Ziel sei Wachstum, der Umsatz müsse auf lange Sicht deutlich steigen. Die Kurzarbeit will Kurtzke vorerst weiterlaufen lassen. Sie gelte für rund 30 Prozent der Mitarbeiter noch bis Ende Juli 2010.

dpa

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