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Mitteldeutschland Mindestens 10 Morde in Sachsen: Regierung erkennt nachträglich Opfer rechter Gewalt an
Region Mitteldeutschland Mindestens 10 Morde in Sachsen: Regierung erkennt nachträglich Opfer rechter Gewalt an
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18:27 07.01.2015
Quelle: dpa
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Dresden

Das Motiv habe sich aus einem Gerichtsurteil ergeben und sei der Polizei bislang nicht bekanntgewesen, hieß es. Der Fall wurde dem Bundeskriminalamt nachträglich gemeldet.

Nach Bekanntwerden der Morde des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) hatten die Innenminister der Länder eine Überprüfung ungeklärter Verbrechen angekündigt. In Sachsen wurden 190 Fälle untersucht, zwei als relevant erachtet und dem Bundeskriminalamt gemeldet. Die Opferberatung der Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie begrüßte die nachträgliche Anerkennung im Fall des 16-Jährigen. Für die Angehörigen sei es eine wichtige Antwort auf die Frage des Warums, erklärte eine Sprecherin. Mit dem 16-Jährigen steige die Zahl der Todesopfer rechtsmotivierte Gewalt in Sachsen auf zehn. Die Opferberatung zähle allerdings weitere fünf Fälle hinzu, die von der Regierung bislang aber nicht anerkannt worden seien.

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