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News Minus 20,6 Grad: Neuer Tiefstwert für Leipzig in diesem Winter - kurze Erholung am Dienstag

Minus 20,6 Grad: Neuer Tiefstwert für Leipzig in diesem Winter - kurze Erholung am Dienstag

Leipzig/Magdeburg. Leipzig friert weiter bei strengem Frost und darf nur auf kurze Erholung am Dienstag und Mittwoch hoffen. Am Montagmorgen lag der Tiefstwert in der Messestadt bei minus 20,6 Grad, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Holzhausen mit.

Kälter war es in diesem Winter in der Messestadt noch nicht. Der Rekord vom 14. Januar 1987 ist aber noch nicht in Gefahr. „Damals sank die Temperatur auf minus 25,1 Grad“, berichtete DWD-Mitarbeiterin Pia Kreter.

Kältester Ort in Sachen war am Montagmorgen erneut Deutschneudorf mit minus 28,2 Grad. Auch dort ist noch Platz bis zum Rekord von 1956. Damals froren die Erzgebirgler bei minus 35,5 Grad.

Kurze Entspannung sagt der DWD für Dienstag und Mittwoch voraus. „Dann liegt Leipzig unter einer Wolkendecke und die Werte bleiben im einstelligen Minusbereich“, sagte Kreter. Es könne auch etwas schneien. Am Donnerstag gehen die Temperaturen wieder in den zweistelligen Frostbereich zurück. Wann die Kälteperiode vorbei ist, lasse sich noch nicht genau sagen. „Nach unseren Rechenmodellen könnte das am Wochenende passieren“, so Kreter.

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Leipzig. Der Frost setzt dem Leitungsnetz der Kommunalern Wasserwerke Leipzig (KWL) weiter zu: Die Papiermühlstraße bleibt nach einem Leitungsschaden voraussichtlich bis Montagnachmittag stadtauswärts gesperrt. Der Straßenbahnverkehr der Linie 4 wird ebenfalls eingeschränkt. Die KWL reparieren derzeit die 15 Zentimeter dicke Leitung, teilte das Unternehmen mit.

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Eisschollen im Fluss, Probleme mit Dieselautos und gefrierendes Löschwasser: Dauerfrost sorgt zunehmend für Probleme in Sachsen. Wegen immer mehr Treibeis auf der Elbe droht der Schifffahrt eine Zwangspause. An den Straßenrändern standen am Montag vermehrt Autos, bei denen der Motor in klirrend kalter Luft streikte. Die eisigen Temperaturen sorgten für erste Wasserrohrbrüche, die Feuerwehr kämpfte mit gefrierendem Löschwasser. An Bus- und Bahnstationen warteten dick vermummte Menschen auf dem Weg zur Arbeit.

Elbe wird gesperrt - Feuerwehren kämpfen mit gefrierendem Löschwasser

„Von Dienstag 18 Uhr an wird der Fluss zwischen Saale und Dresden gesperrt, auf unbestimmte Zeit“, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes der Nachrichtenagentur dpa. Ein tschechisches Motorgüterschiff sei noch unterwegs. „Das warten wir noch ab.“ Nach Erkenntnissen der Behörde liegen mindestens zehn Schiffe in Schutzhäfen, die langsam zufrieren. Teilweise helfen Eisbrecher, die Becken freizuhalten. Von der Saalemündung bis Hamburg ist der Fluss bereits länger gesperrt.

Die Feuerwehren kämpften bei Bränden mit gefrierendem Löschwasser. „Wir haben Probleme mit der Zufuhr“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr in Weißwasser. Die war ausgerückt, um einen Brand im Amtsgericht zu löschen. Das Gebäude wurde evakuiert, für Menschen bestand keine Gefahr, wie ein Polizeisprecher sagte. In Dresden fanden Beamte am Morgen eine Rentnerin tot auf dem Balkon ihrer Wohnung. „Ob sie erfroren ist, wissen wir noch nicht“, sagte eine Polizeisprecherin und widersprach Meldungen von der „ersten Kältetoten in Sachsen“. Die Todesursache der 69-Jährigen müsse ebenso geklärt werden wie die näheren Umstände.

Die Diakonie Sachsen mahnte, auf obdach- und hilflose Menschen zu achten und „Vertreibungen“ aus warmen öffentlichen Räumen nicht tatenlos zuzusehen. Der ADAC rückte allein am Vormittag landesweit 583-mal aus, um liegengebliebene Autos zu reanimieren. „Das ist das Doppelte eines ganzen normalen Wintertages“, sagte ein Sprecher. Meist wurde Starthilfe gegeben, aber auch viel abgeschleppt. „Es gibt vermehrt Probleme mit Dieselfahrzeugen, die nicht anspringen oder liegenbleiben.“ Gründe sind die Temperaturen unter minus 22 Grad, verstopfte Filter und Leitungen. „Da hilft nur Auftauen in einer Werkstatt.“

"Der Dauerfrost bleibt"

An den Tiefkühlschrank-Temperaturen wird sich bis zum kommenden Wochenende nichts ändern. „Der Dauerfrost bleibt“, sagte Florian Engelmann vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig. In der Nacht zum Dienstag seien in der kältesten Ecke des Landes noch einmal bis zu minus 20 Grad und kälter zu erwarten. Ab Dienstagvormittag beginne es dann zu schneien und es werde etwas milder. „Wir rechnen überall mit drei Zentimeter Neuschnee.“ Nachts fallen dann die Werte auf bis zu minus 15 Grad, tagsüber steigen sie auf höchstens fünf Grad minus. „Bestes Winterwetter, da heißt es nur: dick einpacken.“

Schlittschuhlaufen auf der Elbe bleibt jedoch ein Traum. Experten des Landesamtes für Umwelt und Geologie schließen aus, dass der Fluss zufriert. „Das ist nahezu unwahrscheinlich“, sagte die Sprecherin der Behörde, Karin Bernhardt. Das Wasser habe 0,4 Grad plus, die Strömung sei normal. Zudem führe der Fluss zu viel Wasser. Es werde wohl beim sogenannten Pfannkuchen-Eis bleiben. Zuletzt war die Elbe 1963 zugefroren - vom 31. Januar bis zum 6. März, wie Bernhardt sagte. Für andere Winterfreuden bieten die Skigebiete in Erzgebirge und Vogtland beste Bedingungen. Loipen sind gespurt und Pisten präpariert. Am 1215 Meter hohen Fichtelberg schien bei einer Schneedecke von 1,10 Meter die Sonne. Und am Donnerstag kommt weiterer Schnee dazu - einen Tag vor Beginn der Winterferien.

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Matthias Roth/dpa

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