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News Mitteldeutsche Bundesländer arbeiten gegen Blutvergiftung zusammen

Mitteldeutsche Bundesländer arbeiten gegen Blutvergiftung zusammen

Mehr als 50 Kliniken aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt wollen durch Zusammenarbeit die Überlebenschancen von Menschen mit Blutvergiftung (Sepsis) erhöhen.

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Bei Sepsis muss es schnell gehen. Doch in der Versorgungskette zwischen Arztpraxis, Rettungsdienst und Klinik läuft nach Expertenmeinung noch nicht alles rund. Die Mitteldeutsche Sepsisallianz soll helfen, Defizite zu beseitigen.

Quelle: dpa

Jena. Nach Einschätzung des Jenaer Intensivmediziners Konrad Reinhart hängen diese entscheidend davon ab, wie die Reaktionskette zwischen niedergelassenen Ärzten, Rettungsdiensten und Krankenhäusern funktioniert. Oftmals würden betroffene Patienten zu spät in eine Klinik eingewiesen, sagte Reinhart am Mittwoch bei der Gründung der Mitteldeutschen Sepsis Allianz in Jena. „Bei Sepsis kostet aber jede Stunde Verzögerung Leben.“

In Deutschland sterben jährlich rund 60.000 Menschen an der akuten Entzündungserkrankung. Bei Sepsis bekommt der Körper eine ursprünglich örtlich begrenzte Infektion wie eine Lungen- oder Mandelentzündung nicht mehr in den Griff, die lebensnotwendigen Organe versagen. Die Sepsisallianz unter Federführung des Universitätsklinikums Jena will Vorbeugung, Früherkennung, Behandlung und Nachsorge verbessern. Eingebunden werden solle die gesamte Versorgungskette vom Hausarzt bis zur Reha-Einrichtung. Der Medizinprofessor vom Jenaer Uniklinikum sieht hier Handlungsbedarf:

„Die Schnittstellen sind ein gewisses Manko.“

Den Initiatoren geht es unter anderem um die Entwicklung einheitlicher Therapiestandards und die Verbesserung der Fort- und Weiterbildung des medizinischen Personals. Zwischen den Erkenntnissen aus der Forschung und der Patientenbehandlung klaffe noch zu oft eine Lücke, sagte Reinhart. Bedarf bestehe vor allem an Reha-Kliniken und kleinen, auf die medizinische Grundversorgung eingestellten Krankenhäusern.

Angesichts der alternden Bevölkerung und der zunehmenden Zahl risikoreicher medizinischer Eingriffe - etwa Organtransplantationen - rechnen die Fachleute mit einer weiteren Zunahme der Erkrankungsfälle. In Deutschland liegen die mittleren Krankenhausbehandlungskosten pro Sepsispatient bei derzeit rund 55.000 Euro.

dpa

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