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Mitteldeutschland Nach Bauarbeiten künftig eine S-Bahn zusätzlich pro Stunde nach Leipzig unterwegs
Region Mitteldeutschland Nach Bauarbeiten künftig eine S-Bahn zusätzlich pro Stunde nach Leipzig unterwegs
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19:08 14.11.2017
Der Hauptbahnhof Halle soll wegen Bauarbeiten vom 22. bis 30. November gesperrt werden.  Quelle: Martin Pelzl
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Halle/Leipzig

Der Saalestadt Halle steht die wohl längste Sperrung eines mitteldeutschen Hauptbahnhofs aller Zeiten bevor. Vom 22. November, 22 Uhr, bis zum 30. November, 4 Uhr, wird das Eisenbahn-Drehkreuz 174 Stunden lang komplett vom Netz genommen. Grund sind die finalen Arbeiten für den Anschluss an die ICE-Neubaustrecke Berlin–München, die am 10. Dezember in Betrieb gehen soll. Unter anderem werden in Halle je über 100 Weichen und Signale eingebunden.

„Das wird ein gewaltiger Mobilitätssprung“, sagte Eckart Fricke, Konzernbevollmächtigter für die drei mitteldeutschen Bundesländer. Um 8.52 Uhr werde Halle in ein neues Zeitalter starten, wenn der ICE 701 als erster im neu gestalteten Ostteil des halleschen Hauptbahnhofs hält. Insgesamt soll es für die Saalestadt mit allein 16 ICE-Sprintern auf den Strecken Berlin–München und Berlin–Frankfurt am Main pro Tag eine laut Fricke „nie dagewesene Anbindung“ geben.

Auswirkungen für Leipziger Bahnverkehr

Leipzig ist in die Vollsperrung direkt und indirekt involviert. Zum einen übernimmt ab 30. November das Elektronische Stellwerk in Leipzig die komplette Steuerung des Ostteils des halleschen Hauptbahnhofs. Zum anderen sind die wichtigsten Linien im Mitteldeutschen S-Bahn-Netz betroffen. Die über den Flughafen Leipzig/Halle verkehrende S 5 endet aus Richtung Messestadt am Airport. Von dort geht es nur mit Bussen weiter in die Saalestadt. Die über Schkeuditz fahrende S 3 kann hingegen am 22. und 23. November noch benutzt werden, dann ist aus Richtung Leipzig in der Flughafenstadt Schluss. DB-Regio-Verkehrsdisponentin Henriette Hahn versprach auf LVZ-Anfrage, dass an diesen beiden Tagen die S 3 grundsätzlich mit zwei Triebwagen bestückt wird. Acht Busse pro Stunde sollen dann während der Vollsperrung das Aufkommen von weit über 20 000 Pendlern zwischen Halle und Leipzig bewältigen. „Fahrgäste sollten darauf vorbereitet sein, dass es kuschelig wird“, so Fricke.

Dafür gibt es nach der Vollsperrung eine deutliche Verbesserung im S-Bahn-Verkehr zwischen Halle und Leipzig. „Die bislang am Flughafen endende S 5 X wird ab 30. November zusätzlich sowie ab dem Fahrplanwechsel regulär bis Halle verlängert“, verriet Bahn-Sprecher Jörg Bönisch. Damit werden die beiden Schwesterstädte viermal stündlich miteinerander verbunden. Dies wurde von Umweltverbänden, Fahrgästen und diversen Parteien seit Jahren gefordert.

Die am Buß- und Bettag beginnende Vollsperrung wird für die Saalestadt übrigens nicht die letzte sein. Bis zur finalen Fertigstellung der Hauptbahnhof-Westseite im Jahr 2020 wird es laut Bahn noch mindestens eine große und zwei kleinere Vollsperrungen geben.

Martin Pelzl/Lucas Grothe

 

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