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Mitteldeutschland Nach Tod im Kreißsaal: Länger Geld für Halbwaisen
Region Mitteldeutschland Nach Tod im Kreißsaal: Länger Geld für Halbwaisen
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15:15 16.12.2009
Bautzen

Das hat das Landgericht Bautzen am Mittwoch in einem Zivilprozess um Hinterbliebenengeld entschieden.

Die Kammer sieht das Krankenhaus in der Haftung, nachdem im Sommer 2004 drei Frauen nach einem Kaiserschnitt gestorben waren. Ursache dafür sei ein defektes Narkosegerät gewesen, an dem die Schläuche für Lachgas und Sauerstoff vertauscht wurden. Die Herstellerfirma des Gerätes und ein Wartungstechniker, der bereits zu einer Geldstrafe verurteilt worden war, hätten ihre Haftung nie bestritten.

In dem Prozess ging es um Ansprüche für einen heute fünfjährigen Jungen, dessen Mutter zu den Opfern gehörte. Das Kind hatte bereits rund 30.000 Euro zugesprochen bekommen, allerdings nur bis zum 18. Lebensjahr. Die Deutsche Rentenversicherung forderte daraufhin weitergehende Zahlungen vom Klinikum Hoyerswerda, dem Gerätehersteller und dem Wartungstechniker. Nach den Ausführungen eines Sachverständigen hätte der folgenschwere Anschlussfehler erkannt werden können. Die Kontrolle und Überprüfung des Narkosegerätes gehöre zu den Aufgaben des Anästhesisten und sei nicht delegierbar.

dpa

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