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Mitteldeutschland Nach Überfall in Äthiopien zwei Deutsche vermisst - ein Todesopfer stammt aus Cottbus
Region Mitteldeutschland Nach Überfall in Äthiopien zwei Deutsche vermisst - ein Todesopfer stammt aus Cottbus
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10:55 19.01.2012

Das sagte eine Sprecherin des Außenministeriums am Donnerstag. Bei der Attacke in der Danakil-Wüste waren in der Nacht zum Dienstag fünf Urlauber erschossen worden, darunter zwei Deutsche.

Eines der Opfer stammt laut Medienberichten aus Cottbus und war dort als Theatertechniker beschäftigt. Der Krisenstab in Berlin und die deutsche Botschaft arbeiteten mit Hochdruck an der Aufklärung des Falls, sagte die AA-Sprecherin.

Zu der Gruppe hätten insgesamt 27 Touristen gehört, hieß es in einer Mitteilung, die auf der Webseite des äthiopischen Außenministeriums veröffentlicht wurde. Die genauen Hintergründe der Tat blieben weiter unklar. Nach Angaben der Regierung in Addis Abeba wurden bei dem Überfall zwei Deutsche und zwei äthiopische Begleiter gekidnappt.

Ob es sich dabei um die zwei vermissten Deutschen handelt, war zunächst unklar. Die Sprecherin des Außenministeriums wollte sich dazu nicht äußern. Auch über die Herkunft der deutschen Opfer gab es zunächst keine Informationen des AA.

Die äthiopische Regierung versicherte, es werde alles getan, um die baldige Freilassung der Geiseln zu erreichen. Vermutlich seien die Entführten ins angrenzende Eritrea verschleppt worden. „Die Regierung spricht den Familien derer, die in dieser grausamen Attacke getötet wurden, ihr tiefes Beileid aus“, hieß es. Die drei bei dem Angriff Verletzten stammen offenbar aus Ungarn, Belgien und Großbritannien.

Bei der Attacke in der Danakil-Wüste waren äthiopischen regierungsangaben zufolge in der Nacht zum Dienstag fünf Urlauber erschossen worden. Die genauen Hintergründe der Tat blieben weiter unklar.

Ein Teil der unverletzten Touristen war Angaben des äthiopischen Fernsehens zufolge in die nördliche Stadt Mekele gebracht worden, von der aus die meisten Touren in die Danakil starten.

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Die Regierung in Addis Abeba wirft die Tat von der eritreischen Regierung ausgebildeten Banditen vor. Sie sprach von einem „offenen Terrorakt“: „Wir werden gezwungen sein, jeden notwendigen Schritt zu ergreifen, um die Aktivitäten des eritreischen Regimes ein für alle Mal zu stoppen, falls die Internationale Gemeinschaft nicht zu ihrer Verantwortung steht und tätig wird, um dieses widerliche Verhalten zu beenden.“

Die eritreische Regierung wies die Vorwürfe zurück und sprach in einer Mitteilung von „lächerlichen Beschuldigungen“. Der eritreische Botschafter in Südafrika, Saleh Omar, sagte der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag: „Die Angaben aus Äthiopien sind falsch. Die versuchen immer etwas gegen Eritrea zu sagen und ein negatives Bild des Landes zu zeichnen.“ Er sei tief betroffen über den Tod der Touristen.

pa/mro

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