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Nach Zugunglück in Bad Lausick dauern Untersuchungen an

Nach Zugunglück in Bad Lausick dauern Untersuchungen an

Nach dem Unfall eines bei Bad Lausick am Dienstagvormittag entgleisten Triebwagens einer Regionalbahn auf der Strecke Leipzig – Chemnitz dauern die Untersuchungen der Experten von der Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle des Bundes (EUB) noch an.

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Ein Zug der Deutschen Bahn ist am Dienstagmorgen auf der Strecke zwischen Leipzig und Geithain kurz vor dem Haltepunkt Hopfgarten entgleist. Wie die Bundespolizei vor Ort mitteilte, seien die Waggons gegen 9.30 Uhr ins Gleisbett gerutscht.

Quelle: Thomas Lieb

Bad Lausick. Die Ursache, warum sich der Motor der Diesel-Lok aus seiner unter dem Fahrzeug befindlichen Verankerung gelöst hatte, ist nach wie vor ungeklärt.

 „Es gibt noch keine abschließenden Erkenntnisse. Es wird in drei unterschiedliche Richtungen ermittelt: Infrastruktur, Betriebsabläufe und Technik“, erklärte Ralph Fischer, Sprecher des Eisenbahnbundesamtes in Bonn, das die Pressearbeit für die EUB bewältigt. „Das Fahrzeug steht natürlich im Mittelpunkt der Untersuchungen. Allerdings überprüfen wir auch Betriebsabläufe wie die Signalschaltungen auf der Strecke sowie Beschaffenheit von Gleisen und Gleisbett.“ Auch zur Höhe des Schadens könne derzeit keine Angabe gemacht werden.

Die Deutsche Bahn (DB) rechnet mit mehreren 100000 Euro. Das Unglück am Dienstag, bei dem keiner der 61 Insassen ernsthaft verletzt wurde, wirft erneut die Frage nach der Sicherheit auf. Erst im Oktober musste die Deutsche Bahn 67 Hochgeschwindigkeitszüge vom Typ ICE T mit Neigetechnik aus dem Verkehr ziehen, weil Zweifel an der Sicherheit der Achsen bestanden. Weiter reichende Konsequenzen auf die Regionalbahnen der DB habe der Unfall vom Dienstag zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht. „Die Ursachen sind ja noch gar nicht geklärt. Es wäre unsachgemäß, daraus ein Grundsatzproblem im Bezug auf die Sicherheit der Regionalbahnen abzuleiten“, konstatierte der Sprecher.

Zudem stünden die kleineren Personenzüge sehr wohl im Fokus der Sicherheitsexperten. Die Tatsache, dass  bei den Dieseltriebwagen des Typs VT612, wie sie auch zwischen Leipzig und Chemnitz eingesetzt sind, die Neigetechnik abgeschaltet wurde, ließe darauf schließen, dass man sich beim Bund sehr wohl Gedanken um Kontrollen von nahverkehrszügen mache, hieß es weiter aus Bonn. Änne Kliem, Sprecherin der Deutschen Bahn in Mitteldeutschland erklärte, dass die Aufräumarbeiten an der Strecke in den frühen Morgenstunden beendet werden und der Zugverkehr wieder seinen gewohnten Betrieb ohne Einschränkungen aufnehmen konnte.

Thomas Lieb

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