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Mitteldeutschland Nach verhindertem Anschlag erhöhte Sicherheitsvorkehrungen auch in Sachsen
Region Mitteldeutschland Nach verhindertem Anschlag erhöhte Sicherheitsvorkehrungen auch in Sachsen
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11:26 28.12.2009
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Leipzig/Detroit

Auf dem Flughafen Leipzig/Halle führten die verschärften Sicherheitsvorkehrungen am Sonntag zu keinen größeren Verzögerungen bei der Abfertigung der Passagiere. Das ist auch Anliegen der für die Kontrollen zuständigen Bundespolizei. "Wir werden bei Flügen in die USA noch intensiver Handsonden und auch Handkontrollen einsetzen", sagte Sandra Pfeifer, Sprecherin der Bundespolizei, gegenüber der Leipziger Volkszeitung. Das gilt für alle mitteldeutschen Airports.

Hintergrund ist, dass der Attentäter den Sprengstoff eng am Körper und in der Kleidung eingenäht ins Flugzeug geschmuggelt hatte. Bei der Abfertigung in Amsterdam war dies übersehen worden. Die Handkontrollen genannten Leibesvisitationen würden aber laut Bundespolizeisprecherin Pfeifer nur einzelfallbezogen und mit rechtlicher Grundlage durchgeführt. Trotz Mehraufwands sei kein zusätzliches Polizeipersonal an den Flughäfen nötig. Pfeifer bat alle in den nächsten Tagen in die USA reisenden Passagiere allerspätestens zwei Stunden vor Abflug auf dem Flughafen zu sein und Geduld mitzubringen.

Der vereitelte Anschlag hat weltweit die Angst vor neuen Terroranschlägen geschürt. Auch auf den Flughäfen der USA und in vielen anderen Staaten Europas wurden die Kontrollen am Wochenende weiter verschärft, US-Präsident Barack Obama ordnete eine Überprüfung der Sicherheitsbestimmungen an.

Nur Glück und das beherzte Eingreifen von Passagieren verhinderte am ersten Weihnachtstag, dass der 23-Jährige Umar Faruk Abdulmutallab beim Landeanflug auf Detroit einen Airbus der US-Gesellschaft Delta mit 278 Passagieren in die Luft sprengte. Die Spuren des vereitelten Anschlages führen einem US-Medienbericht zufolge in den Jemen und zum Terrornetz El Kaida. Die Organisation von Osama bin Laden habe die Tat geplant und den Sprengsatz geliefert, der 80 Gramm des hochexplosiven Plastiksprengstoffs PETN enthielt, wie der US-Fernsehsender ABC meldete.

A. F./dpa

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