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Naturschützer fordern mehr Schutzmaßnahmen für Greifvögel beim Bau von Windrädern

Naturschützer fordern mehr Schutzmaßnahmen für Greifvögel beim Bau von Windrädern

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) fordert bei der Planung von Windparks mehr Schutzmaßnahmen für Greifvögel. Wie eine nun veröffentlichte Studie eines Forschungsverbunds unter der Leitung der Umweltorganisation zeigt, seien etwa Rotmilane in Sachsen stark gefährdet, in der Nähe ihrer Horste mit den Rotoren von Windkraftanlagen zu kollidieren.

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Rotmilan (Archivbild)

Quelle: dpa

Leipzig. Für ihre Studie versahen die Forscher neben Rotmilanen auch Wiesenweihen und Seeadler mit kleinen Sendern, um das Flugverhalten der Tiere in freier Wildbahn studieren zu können. Dabei zeigte sich, dass die Flugrouten der Greifvögel vor allem von attraktiven Nahrungsquellen bestimmt wurden. Die Strecken führten die Tiere oft quer durch Windparks. Rotmilane und Wiesenweihen konzentrierten ihre Aktivitäten aber vor allem rund um ihren Horst. Dort sei das Risiko einer Kollision mit Windrädern besonders groß, haben die Forscher errechnet.

Die Umweltschützer fordern daher, dass in der Nähe von Windparks Anziehungspunkte für die Vögel vermieden werden sollen. Dazu zählen etwa Mist- und Komposthaufen, aber auch Brachflächen an den Füßen der Anlagen. Auch Pflanzenkulturen wie der Grünroggen, die früh im Jahr gemäht werden, sollten nicht in der Nähe von Windrädern ausgesät werden, denn sonst bildeten sich nach der Ernte attraktive Flächen für die Vögel, so der NABU.

In den vergangenen Jahren sei die Planung und Ausweisung von Vorrang- und Eignungsflächen auf der Stelle getreten, kritisierte der Verband. Die neue CDU-SPD-Regierung in Sachsen bekenne sich zum Ausbau der Windkraft. Bei der Planung sollten allerdings harte Tabuzonen für Windkraftnutzung ausgewiesen werden, forderten die Naturschützer. In Schwerpunktgebieten von Seeadlern und Wiesenweihen sowie in der Nähe von Rotmilanhorsten solle auf den Bau von Windrädern verzichtet werden, hieß es.

chg

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