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Mitteldeutschland Naziaufmärsche in Dresden - alles konzentriert sich auf den 13. Februar
Region Mitteldeutschland Naziaufmärsche in Dresden - alles konzentriert sich auf den 13. Februar
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10:59 03.02.2012
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Dresden

Damit konzentriert sich in diesem Jahr voraussichtlich alles auf den eigentlichen Jahrestag der Bombardierung Dresdens, den 13. Februar. „Es liegen derzeit keine Anmeldungen aus dem rechten Lager mehr vor", bestätigte Rathaussprecher Kai Schulz am Freitag.

Ursprünglich war erwartet worden, dass die Rechtsextremen wie im Vorjahr den Samstag nach dem Jahrestag für ihren Großaufmarsch nutzen. Der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften JLO scheint es nach den Ereignissen vom Februar 2011 allerdings nicht gelungen zu sein, ausreichend Rechte zu mobilisieren, auch da die Gegner rund um das Bündnis Dresden-Nazifrei angekündigt hatten, die Nazi-Demo auch in diesem Jahr wieder mit bis zu 20.000 Personen blockieren zu wollen. Zudem fehlt es der JLO laut Verfassungsschutz nach zwei gescheiterten Anläufen in Dresden inzwischen an Glaubwürdigkeit innerhalb der rechten Szene.

Für den 13. Februar liegen zehn Anmeldungen für Demonstrationen vor, davon eine von Rechtsextremen. Wann und wo diese startet, ist bisher unbekannt. Zudem gedenkt Dresden an diesem Tag mit zahlreichen Aktionen der Bombenopfer, unter anderem auf dem Heidefriedhof und auf dem Neumarkt. Die AG 13. Februar beginnt um 17 Uhr mit ihrer Menschenkette, bereits für 13 Uhr plant das Bündnis Nazifrei unter dem Motto „Täterspuren" einen Rundgang zu den Orten des nationalsozialistischen Terrors in Dresden. Zudem will Dresden-Nazifrei wie im Vorjahr versuchen, die Nazi-Demo zu blockieren. Da es sich allerdings um einen Montag handelt, dürften dafür weniger Blockade-Teilnehmer anreisen, als in den Vorjahren.

Am 18. Februar hat die AG 13. Februar eine große Kundgebung auf dem Schlossplatz angekündigt. Anschließend wollten die Teilnehmer in Richtung Nazi-Aufzug marschieren. Dies könnte mangels rechtsextremer Demo nun ausfallen. Wie DNN-Online erfuhr, will das Bündnis Dresden-Nazifrei am 18. Februar trotzdem Präsenz in Dresden zeigen. Zudem könne sich die Lage laut Kai Schulz noch deutlich verändern. Für eine Entwarnung sei es zu früh, sagte er. Bis zu 48 Stunden vorher könnten noch Demonstrationen angemeldet werden. „Wir sollten erst einmal abwarten, wie der 13. Februar verläuft."

DNN / sl / dpa

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