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Naziaufmarsch in Dresden: Polizei setzt 2000 Beamte ein - umfangreicher Protest geplant

Naziaufmarsch in Dresden: Polizei setzt 2000 Beamte ein - umfangreicher Protest geplant

Dresden rüstet sich derzeit für den geplanten Nazi-Aufmarsch am 7. Juni. Nach Polizeiangaben werden rund 1000 Rechte in Dresden erwartet. Die Polizei plant mit einem Großaufgebot von rund 2000 Polizisten.

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Quelle: dpa

Dresden. „Wir sind auf alle Eventualitäten eingestellt, wollen aber auch keine Szenarien herbeireden“, so ein Polizeisprecher gegenüber DNN-Online. Zur Route wollte der Sprecher keine Angaben machen, es kursieren aber Informationen, wonach die Rechten vom Trachenberger Platz startend, über die Rehefelder Straße, Leipziger Straße zum Bahnhof Neustadt laufen wollen. Danach über den Albertplatz, Hauptstraße bis zum Goldenen Reiter. Nach Polizeiangaben ist die Demo der Rechten von 12 bis 24 Uhr angezeigt.

Nach Angaben der Beamten werden die Stadtteile Pieschen, Leipziger Vorstadt und Innere Neustadt von dem Polizeieinsatz betroffen sein. In diesem sogenannten „Kerneinsatzbereich“ soll es die meisten Absperrungen, Kontrollen und Einschränkungen geben.

 

Die Polizei wies darauf hin, dass die  vergangenen Jahre gezeigt hätten, dass eine abschließende Prognose von möglichen konkreten Schwerpunktorten des Polizeieinsatzes im Vorfeld nicht möglich ist. Insbesondere, weil der Verlauf von spontanen Protesten zeitlich oder örtlich nicht vorhersehbar sei. Etwa 50 Polizeibeamte sollen für die Regulierung des Verkehrsaufkommens eingesetzt werden. Durch möglichst kurzzeitige Sperrungen sollen die Einschränkungen für die Bevölkerung so gering wie möglich gehalten werden.

 

Leitender Polizeidirektor Horst Kretzschmar, Polizeiführer: „Da wir einen friedlichen Protest in Hör- und Sichtweite ermöglichen wollen, verbieten sich großräumige Absperrungen der Polizei entlang der angemeldeten Aufzugsstrecke.“  Die Polizei setzt am 7. Juni erneut „Kommunikationsteams“ ein. Durch ihre ständige Gesprächsbereitschaft wollen die Beamten Konflikten vorbeugen und dadurch deeskalierend wirken.

Horst Kretzschmar: „Am Samstag setze ich in erster Linie auf Kommunikation mit den Gegendemonstranten. Sie ist Voraussetzung, um deeskalierend auf alle Beteiligten einzuwirken. Ein wesentlicher Baustein dabei sind unsere  Kommunikationsteams, die diesmal ausschließlich aus Sachsen kommen. Ihre praktischen Erfahrungen, die sie seit den Dresdner Februareinsätzen gesammelt haben, werden uns sicherlich zu Gute kommen.“

Der Einsatz der Dresdner Polizei soll bereits am Freitag beginnen und bis Sonntagmorgen dauern. Dabei werden die sächsischen Beamten von Kollegen aus Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Thüringen sowie der Bundespolizei unterstützt. Folgende Parkplätze werden am Samstag wegen des Polizeieinsatzes gesperrt: Schießgasse, Reitbahnstraße, Roquettestraße, Hohe Straße und Hansastraße (hinter Bahnhof Neustadt) 

Am Einsatztag informiert die Polizei über einen Liveticker auf der Homepage der Polizeidirektion Dresden zu aktuellen Einschränkungen. Man erreicht die Seite über einen zentralen Link auf

Bilder der Rechtendemo vom 17 Juni 2013:

Gewerkschaften und demokratische Parteien rufen dazu auf, sich den Nazis entgegenzustellen. Der DGB-Dresden hat gemeinsam mit der SPD den Schlesischen Platz - dem Vorplatz des Neustädter Bahnhof - als Versammlungsort für Gegendemonstranten angemeldet. Hier wird es ab 10 Uhr eine Kundgebung geben. Auf der anderen Seite des Bahnhofs, am Puschkinplatz, hat sich das Bündnis „Forum gegen Rechts“ angemeldet. Ab 9 Uhr ist man dort Präsent.

Auch die Linke ruft ihre Mitglieder auf, an den Puschkinplatz zu kommen. Ein Veranstaltungsprogramm ist nicht geplant: „Es geht vielmehr darum, präsent zu sein und sich möglichst nahe an der aktuell geplanten Route der Neonazi-Demo zu platzieren.“ Die Grünen haben außerdem eine Versammlung am Bischofsplatz für 11 Uhr angemeldet. Doch auch hier will man flexibel sein, um auch kurzfristig auf Veränderungen bei der geplanten Neonazi-Route reagieren zu können. Die Erfahrungen der letzten Neonazi-Demonstrationen in Dresden rund um den 13. Februar zeigten, dass auch sehr kurzfristige Veränderungen der Demo-Strecke denkbar sind.

DNN

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