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Mitteldeutschland Niedrige Beträge und kaum Immobilien: Sachsen ist Schlusslicht bei Erbschaften
Region Mitteldeutschland Niedrige Beträge und kaum Immobilien: Sachsen ist Schlusslicht bei Erbschaften
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22:30 07.06.2017
Testament: Nur 40 Prozent der Sachsen, glauben, ihren Nachkommen etwas hinterlassen zu können. (Symbolbild) Quelle: dpa
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Leipzig

Bei Erbschaften sind die Sachsen Schlusslicht. Nur 40 Prozent der Menschen im Freistaat wollen oder können künftig ein Erbe vergeben. Zudem gibt es in keinem anderen Bundesland so wenige Erbschaften über 100.000 Euro. Der größte Teil der Sachsen (27 Prozent) erbte weniger als 5000 Euro. Das ergab eine repräsentative Umfrage unter 7342 Bundesbürgern des Meinungsforschungsinstituts YouGov.

Nur sechs Prozent der Sachsen erhielten ein Erbe von über 100.000 Euro. Nur in Sachsen-Anhalt wurden noch weniger große Erbschaften vergeben (fünf Prozent). Im Bundesdurchschnitt waren es 16 Prozent. Spitzenreiter ist Hessen: Mit 24 Prozent war beinahe jedes vierte Erbe größer als 100.000 Euro.

Kaum Immobilien, dafür Bargeld und Bankguthaben

Höhe der Erbschaften in Sachsen:

  • Weniger als 5000 Euro – 24 %
  • 5000 bis 10.000 Euro – 11 %
  • 10.000 bis 25.000 Euro – 12 %
  • 25.000 bis 50.000 Euro – 14 %
  • 50.000 bis 100.000 Euro – 8 %
  • Mehr als 100.000 Euro – 6 %

Zumeist – in 73 Prozent der Fälle – vermachen die Sachsen Bargeld oder Bankguthaben. Bundesweit wird hingegen nur bei zwei Drittel der Erbschaften in harter Währung vermacht. Bei der Weitergabe von Immobilien sind die Sachsen erneut Schlusslicht: Mit 22 Prozent war die Quote in keinem Bundesland geringer (Bundesdurchschnitt: 34 Prozent).

Nur vier von zehn Sachsen werden in Zukunft ihren Nachkommen etwas hinterlassen. Das liegt weit unter dem deutschen Durchschnitt von 49 Prozent. Die meisten Erblasser gibt es mit 55 Prozent in Baden-Württemberg. Wo wenig vererbt wird, scheint es auch weniger Konflikte zu geben: Nur in 14 Prozent der Fälle kam es unter den Sachsen zu Erbstreitigkeiten. Im Bundesschnitt waren es 18 Prozent.

Nur jeder siebente Erbe zahlt Erbschaftssteuer

Die Erbschaftssteuer betrifft die wenigsten. Bundesweit muss nur jeder siebente Erbe Geld an den Fiskus abführen. Spitzenreiter ist das Saarland mit 20 Prozent. Am wenigsten betroffen sind Erben in Sachsen-Anhalt (11 Prozent).

joka

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