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Mitteldeutschland Niedrigste Dezember-Arbeitslosigkeit in Sachsen seit 1991
Region Mitteldeutschland Niedrigste Dezember-Arbeitslosigkeit in Sachsen seit 1991
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10:35 05.01.2010
Arbeitsamt Quelle: dpa
Chemnitz

Das sei dennoch der niedrigste Wert in diesem Monat seit 1991, hieß es. Die Quote sei von 11,6 Prozent in den Monaten Oktober und November 2009 auf zwölf Prozent gestiegen - wie im Dezember 2008 auch. Damals waren jedoch 261 071 Sachsen ohne Job, rund 3500 mehr als ein Jahr später.

Agenturchefin Jutta Cordt sprach von einem saisonal üblichen Anstieg, vor allem in der Landwirtschaft und auf dem Bau seien Leute entlassen worden. Dies sei aber im Rahmen geblieben, da viele Firmen weiter kurzarbeiten ließen. Im Freistaat gibt es 75 Verdachtsfälle wegen Betruges beim Kurzarbeitergeld, bestätigte die Agentur einen Bericht der „Sächsischen Zeitung“.

Job-Motor Nummer eins blieb das Gesundheits- und Sozialwesen, wo binnen Jahresfrist 13 000 neue Beschäftigungsverhältnisse entstanden (+7,8 Prozent). Die öffentliche Verwaltung legte um 1,9 und andere Dienstleistungen um 1,1 Prozent zu. Im gleichen Zeitraum gingen im Verarbeitenden Gewerbe rund 13 300 oder 4,5 Prozent der Arbeitsplätze verloren. Die Leiharbeit sank um 15 Prozent.

Das Auslaufen von rund 7000 Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen oder -gelegenheiten wird in dem Bericht als weiterer Grund für den Anstieg der Arbeitslosigkeit gesehen. Geringfügig weiter zurückgegangen ist indes die Jugendarbeitslosigkeit. So suchten im Dezember 26 040 junge Leute einen Job, 310 weniger als im Vormonat. Die Zahl älterer Arbeitsloser stieg hingegen weiter an auf 86 973 über 50-Jährige, deren Anteil an der Gesamtarbeitslosigkeit derzeit bei etwa einem Drittel liegt. Weiter gewachsen ist auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen.

Arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen hätten den „größten Crash auf dem Arbeitsmarkt“ noch verhindert, sagte Sachsens DGB-Chef Hanjo Lucassen laut einer Mitteilung. Nach wie vor seien mehr als 50 000 Menschen in Qualifizierung und in Arbeitsgelegenheiten, die nicht bei der Arbeitslosigkeit mitgezählt würden. Agenturchefin Cordt rechnet in den kommenden Monaten mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit. Vor allem im Januar werde es wegen des Winters, aber auch wegen auslaufender, befristeter Verträge deutlich mehr Entlassungen geben.

dpa

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