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Opposition will Gesetzesänderung für freie Radios

Opposition will Gesetzesänderung für freie Radios

Linke, SPD und Grüne im sächsischen Landtag wollen die freien Radios mit einer Novelle des Privatrundfunkgesetzes retten. „Eine Gesetzesänderung wäre die beste Lösung“, sagte der medienpolitische Sprecher der SPD, Dirk Panter, am Dienstag in Dresden.

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Apollo hatte bisher die jährlich anfallenden Kosten von 40.000 Euro getragen.

Quelle: LVZOnline .

Dresden. Dem Vorschlag zufolge soll dort eingefügt werden, dass die Landesmedienanstalt die freien Lokalsender Radio blau (Leipzig), Radio t (Chemnitz) und ColoRadio (Dresden) aus ihrem Haushalt fördern darf. Das ist bislang nicht möglich. Die Radios werden derzeit vom Privatradio Apollo finanziert - aber nur noch bis zum Jahresende.

Am Mittwoch wird es auf Antrag der drei Fraktionen eine Landtagsdebatte zur Zukunft der drei Radios geben. „Es geht darum, einen wichtigen Bestandteil der Medienlandschaft zu erhalten“, sagte Panter. Vor dem Landtagsgebäude haben die von Vereinen ehrenamtlich betriebenen Lokalradios am Mittwoch eine Kundgebung geplant.

CDU und FDP sehen die Zukunft der freien Radios im Internet. Der medienpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Sebastian Gemkow, teilte mit: „Perspektivisch sind Webradios der Verbreitungsweg der Zukunft.“ Sein FDP-Kollege Torsten Herbst erklärte: „Den Vorschlag von „Apollo Radio“ für eine Verschiebung der Sendezeit auf UKW und die gleichzeitige Übernahme der Kosten für die Verbreitung der Bürgerradios im Internet halten wir für ein interessantes Angebot.“

Die drei Radios senden derzeit wöchentlich 49 Stunden: an Wochentagen zwischen 18.00 und 23.00 Uhr sowie an den Wochenenden von 12.00 Uhr an. Bei einem Gespräch am Montag hatte Apollo angeboten, im kommenden Jahr weiterhin 49 Wochenstunden auf seinen UKW-Frequenzen zu finanzieren. Allerdings soll die Sendezeit in die Nacht verlagert werden: auf 21.00 bis 4.00 Uhr. „Dieser Sendezeitraum ist für uns nicht akzeptabel“, sagte Andreas March von Radio blau am Dienstag.

Im Internet sind die Radios bereits zu hören. Dieses Medium werde allerdings nur von einem sehr geringen Anteil der Hörer genutzt, daher sei UKW für sie sehr wichtig, betonten die Betreiber. Apollo Radio ist ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer privater Radioanbieter, darunter Radio PSR und Hitradio RTL. Die jährlichen Sende- und Leitungskosten für die freien Radios liegen bei rund 40.000 Euro. Falls es bis zum Jahresende nicht zu einer Lösung kommt, wollen die drei Radios dennoch vom 1. Januar an weitersenden.

dpa

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