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News Ost-Textilbranche sieht sich nach Krise gestärkt

Ost-Textilbranche sieht sich nach Krise gestärkt

Die ostdeutsche Textilbranche ist nach eigener Einschätzung gestärkt aus der Wirtschaftskrise gekommen. 2011 sei der Umsatz des Vorkrisenjahres 2008 von rund 1,8 Milliarden Euro mit Sicherheit deutlich übertroffen worden, betonte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie (vti), Bertram Höfer, am Freitag in Chemnitz.

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Quelle: dpa

Chemnitz. Die endgültigen Zahlen lägen allerdings noch nicht vor. Bis Ende Oktober hätten die Unternehmen verglichen mit dem Vorjahr aber um etwa zwölf Prozent zugelegt.

Wachstumsmotor sei eindeutig der Export, sagte Höfer. Der Auslandsumsatz sei bis Oktober um rund 20 Prozent und damit überproportional stark gestiegen. Zum Vergleich: Bundesweit lag das Wachstum der Branche in dem Bereich bei etwa 7 Prozent. Dennoch ist die Exportquote nach Verbandsangaben bundesweit mit mehr als 43 Prozent noch immer höher als bei den vti-Betrieben (37,7 Prozent).

„Unsere Unternehmen bestehen mit neuen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen auf dem Weltmarkt“, sagte Höfer. Dabei gebe es eine enge Zusammenarbeit mit heimischen Forschungsinstituten. Laut Verband entfielen fast 45 Prozent des Produktionsvolumens auf Technische Textilien, 30 Prozent auf Heimtextilien und etwa ein Viertel auf Mode und Bekleidung. „Vor allem bei den Technischen Textilien wie etwa Schutzbekleidung haben wir noch einen Vorsprung vor Fernost. Dieser muss verteidigt werden“, betonte Höfer.

Zugleich warnte er vor weiter steigenden Energiepreisen. Im vergangenen Jahr seien diese Kosten für die Firmen um rund 30 Prozent gestiegen. Vor allem das Umlagegesetz für erneuerbare Energien sei ein „mittlerweile ausufernder Kostenfaktor“. Hinzu käme, dass für Wasser und Abwasser in Ostdeutschland mehr bezahlt werden müsse als im Westen. „Wir benötigen vernünftige Rahmenbedingungen. Textilproduktion in Deutschland muss sich auch künftig lohnen.“

In den 230 Betrieben in Sachsen, Thüringen, Berlin, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern arbeiten laut Verband rund 16 000 Menschen. Davon entfallen allein 12 000 auf Sachsen und 2500 auf Thüringen.

dpa

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