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News Osterbotschaft: Sächsischer Landesbischof Bohl sieht höchste Zeit für Neuanfang

Osterbotschaft: Sächsischer Landesbischof Bohl sieht höchste Zeit für Neuanfang

Landesbischof Jochen Bohl sieht die Gesellschaft durch einen gefährlichen Hochmut gegenüber der Vergangenheit und das Desinteresse an der Gestaltung der Zukunft in Gefahr. „Wir leben in einer Zeit, in der der Moment wichtig ist, das Leben im Hier und Jetzt, und vergessen darüber die Zukunft“, sagte der Bischof der Evangelischen Landeskirche Sachsens am Freitag.

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Der sächsische Landesbischof Jochen Bohl (Archivbild).

Quelle: dpa

Dresden. Schuld seien der sich ausbreitende Egoismus des Einzelnen, der übertriebene Leistungsgedanke und die Jagd nach materiellen Besitztümern um jeden Preis.

„Die nichtgeborenen Kinder spiegeln die Befindlichkeit einer Gesellschaft, die ganz in der Gegenwart lebt und darüber Gefahr läuft, die Zukunft hoffnungslos zu verfehlen.“ Die Gesellschaft entferne sich nicht wie früher in der Diktatur verordnet, sondern schleichend von dem, was sie für eine gute Zukunft in Frieden und Gerechtigkeit brauche. „Wir können aber ein gutes Leben nicht finden ohne ein Bewusstsein von dem, was im Innersten trägt: nicht ohne eine Hoffnung, die der Gegenwart erst eine Perspektive und dem Handeln eine Richtung gibt“, mahnte Bohl in seiner Osterbotschaft einen Neuanfang an.

„Im Glauben finden wir die Orientierung, die wir in den Gefährdungen unserer Zeit nötig haben.“ Mit ihm könnten die Zukunft voller Hoffnung gesehen und die Gegenwart mit klarer Orientierung gestaltet werden. „Eine zukunftsvergessene Gesellschaft hat keine Zukunft“, warnte der Bischof. „Wir müssen der Ökonomisierung des Lebens widerstehen und der Gerechtigkeit verpflichtet sein“, plädierte er dafür, sich nicht mit dem abzufinden, was schiefgelaufen sei. Ein solcher Neuanfang könne nicht verordnet werden. „Da ist Jeder für sich und Alle auch für die Gesellschaft gefordert.“

dpa

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