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Mitteldeutschland Pegida-Organisatorin Oertel bei Jauch: „Wir werden nicht aufgeben und weitermachen“
Region Mitteldeutschland Pegida-Organisatorin Oertel bei Jauch: „Wir werden nicht aufgeben und weitermachen“
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23:19 18.01.2015
Pegida Mitorganisatorin Kathrin Oertel in der ARD Talkshow Günther Jauch. Quelle: dpa
Leipzig/Berlin

Zugleich kündigte sie an: „Wir werden nicht aufgeben und weitermachen.“

Sobald es die Situation wieder zulasse werde die Pegida-Bewegung erneut vom Grundrecht auf Versammlungsfreiheit Gebrauch machen.

In einer sachlichen Gesprächsatmosphäre diskutierte Oertel mit Jauch und den anderen Gesprächsgästen über Antrieb und Ziele der Pegida-Bewegung. Dabei grenzte sich Oertel von grundsätzlich ausländerfeindlichen Positionen ab. „Natürlich muss es ein Grundrecht auf Asyl geben“, sagte sie. Zugleich verlangte sie eine Neuordnung von Einwanderung in Deutschland. „Die Integration, so wie sie jetzt läuft, ist gescheitert“, so Oertel.

Zustimmung für ihre Positionen kam vom AfD-Vizevorsitzenden Alexander Gauland. Der machte die CDU unter Angela Merkel dafür verantwortlich, die Menschen verloren zu haben, die nun in Dresden auf die Straße gingen.

Dafür erntete Gauland wiederum Kritik von CDU-Parteipräsidiumsmitglied Jens Spahn. Er warf Gauland vor, die gereizte Stimmung weiter aufzuheizen anstatt den Menschen die Schwierigkeiten im politischen Prozess zu erklären.

Oertel bekräftigte wiederum die Unzufriedenheit der Pegida-Demonstranten mit der Politik: „Es haben sich viele Probleme angestaut, aber die Politiker wollen einfach nicht darauf eingehen.“

Der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse verlangte von den Pegida-Demonstranten, sie sollten auch einmal den Politikern zuhören. Zudem halte er die Verwendung der Parole „Wir sind das Volk“ durch die Dresdner Demonstrationen für anmaßend. „Drei Viertel der deutschen Bevölkerung lehnen Pegida ab“, so Thierse.

Frank Richter, Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, forderte alle Beteiligten dazu auf, den Dialog miteinander zu suchen. Die meisten Menschen, die er auf den Demonstrationen getroffen habe, seien keine Ausländerfeinde. Er halte den Namen der Bewegung für missverständlich gewählt. Seiner Ansicht nach sei nicht eine befürchtete Islamisierung Deutschlands zentrale Triebfeder der Demonstrationen sondern die Unzufriedenheit mit vielen politischen Problemen der vergangenen Jahre. Um Missverständnisse zwischen beiden Seiten auszuräumen, lud er Politik und Demonstranten ein, an Veranstaltungen seines Hauses teilzunehmen und in ein Gespräch zu treten.

chg

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