Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Mitteldeutschland Pennywise muss zu Hause bleiben: LKA warnt vor „Horror-Clown“-Scherzen
Region Mitteldeutschland Pennywise muss zu Hause bleiben: LKA warnt vor „Horror-Clown“-Scherzen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:31 30.10.2018
Das LKA findet Horror-Clowns gar nicht witzig. (Symbolbild) Quelle: dpa
Leipzig

„Süßes oder Saures!“ Diesen Satz wird man am Mittwoch wieder vermehrt in den Straßen Leipzigs und darüber hinaus vernehmen können. Doch nicht jeder Trend, der aus den USA kommt, sollte gedankenlos übernommen werden. Dazu gehört auch der des „Horror-Clowns“.

Das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen warnt deshalb auch in diesem wieder davor, zu Halloween als Horror-Clown Panik auf der Straße zu verbreiten. Bei dieser makabren Art des Streiches, der vor allem in den USA, Kanada, Großbritannien und Frankreich verbreitet ist, verkleiden sich zumeist Jugendliche oder junge Erwachsene als Grusel-Clowns, erschrecken Passanten und bedrohen sie mit Waffen.

„Soweit der Horror-Clown mit dem Erschrecken seinem Gegenüber bewusst ein körperliches Unwohlsein zufügt kann eine strafbare Handlung vorliegen und der Tatbestand der Körperverletzung erfüllt sein“, warnt das LKA in einer Pressemitteilung. Auch der Versuch sei bereits strafbar. Verfolge ein maskierter Clown jemanden mit einer laufenden Kettensäge, einem Baseballschläger, Messer oder einer Schreckschusspistole, könne zudem ein Fall von Bedrohung oder Nötigung vorliegen.

„Für die Verwirklichung des Straftatbestandes reicht es aus, wenn der Bedrohte die Bedrohung ernst nimmt und entsprechend darauf reagiert“, so LKA-Präsident Petric Kleine. Abhängig vom Gesundheitszustand des Erschreckten, etwa bei älteren Menschen, könnte ein derartiger Schock zudem einen Herzinfarkt provozieren. Der Täter müsse sich dann wegen fahrlässiger Tötung verantworten.

Auch ein Eingriff in den Straßenverkehr, beispielsweise durch das Erschrecken von Rad- oder Autofahrern, könne im Falle eines Unfalls strafrechtliche Konsequenzen haben. Darüber hinaus kann der Horror-Clown in allen genannten Fällen zu den möglichen Folgekosten seiner Tat zivilrechtlich durch die Geschädigten in Anspruch genommen werden.

von CN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Noch gibt es keine Entwarnung für die Intensivstation des Städtischen Klinikums am Standort Neustadt/Trachau: Ein weiterer Patient, der mit einem multiresistenten Keim infiziert war, ist an seiner schweren Grunderkrankung gestorben. Ob der Keim zum Tod beigetragen hat, ist weiter unklar.

30.10.2018

Frauke Petry, seit Herbst 2017 Bundestagsabgeordnete der Splitterpartei „Die Blauen“, wird am Amtsgericht in Leipzig angeklagt. Wie ein Sprecher des Gerichts am Dienstag erklärte, ist der erste Verhandlungstag für den 17. Dezember angesetzt.

30.10.2018

Zwei miteinander verheiratete Frauen aus Sachsen dürfen nicht gemeinsam Eltern werden. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Eine Vaterregelung finde keine Anwendung.

30.10.2018