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Mitteldeutschland Personalausweise laufen aus – Ansturm auf Sachsens Meldeämter erwartet
Region Mitteldeutschland Personalausweise laufen aus – Ansturm auf Sachsens Meldeämter erwartet
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21:32 13.05.2014
Wer einen neuen Personalausweis beantragen will, muss derzeit mit längeren Wartezeiten rechnen. Quelle: dpa
Dresden

Grund ist laut Innenministerium eine Umtauschaktion der DDR-Ausweise in den Jahren 1994/1995. Das Dokument verlor zum 31.12.1995 seine Gültigkeit. Da die Ausweise in der Regel alle zehn Jahre erneuert werden müssen, rollt nun - 20 Jahre danach - mancherorts wieder eine Antragswelle auf die Behörden zu.

In Chemnitz gehen die Behörden in diesem Jahr von rund 30 500 Ausweisen aus, die neu beantragt werden, für 2015 wird mit rund 38 500 Anträgen gerechnet. Normalerweise sind es nach Angaben der Stadt zwischen 15 000 und 25 000 Dokumente pro Jahr. Zusätzliches Personal sowie verlängerte Öffnungszeiten sind nicht vorgesehen. „Es muss zum Teil mit längeren Wartezeiten gerechnet werden“, sagte ein Stadtsprecher.

In der Regel vergehen zwei bis drei Wochen, bis man den neuen Ausweis abholen kann. Dresden rät dazu, gerade vor den Sommerferien rechtzeitig einen Blick auf den Ausweis zu werfen - und die Gültigkeit zu überprüfen. „Das erspart allen Seiten unnötigen Stress“, erklärte eine Sprecherin. Die zehn Bürgerbüros und zwei Meldestellen in der Stadt verbuchen derzeit ungewöhnlich viele Anträge. In diesem Jahr müssen rund 70 000 Dokumente neu ausgestellt werden - doppelt so viel wie normalerweise. Auch hier müssen die Mitarbeiter den Ansturm ohne zusätzliches Personal bewältigen. Bei Engpässen helfen sich die Bürgerbüros untereinander, hieß es.

In Leipzig registrieren die Meldebehörden bisher keinen großen Andrang: Bis Ende April wurden knapp 22 000 Personalausweise beantragt. Bis Jahresende verlieren nach Berechnungen der Stadt insgesamt 30 924 Personalausweise ihre Gültigkeit. 2015 allerdings soll sich die Zahl der Antragsteller auf nahezu 70 000 verdoppeln.

dpa

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