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Politische DDR-Häftlinge für Ikea-Produktion eingesetzt? - kritisierte Studie erwartet

Politische DDR-Häftlinge für Ikea-Produktion eingesetzt? - kritisierte Studie erwartet

Zu der Präsentation wird neben Vertretern von Opferverbänden auch der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, erwartet.

„Dass eine Unternehmensberatung das gemacht hat, halte ich für absurd“, sagte der Leiter des SED-Forschu

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Ikea ließ in der DDR Möbel herstellen. Wusste das Unternehmen, wer schraubte und leimte? Frühere DDR-Häftlinge sprechen von Zwangsarbeit. Nun soll Licht in das dunkle Kapitel kommen.

Quelle: Dominik Brüggemann

Berlin. Zu der Präsentation wird neben Vertretern von Opferverbänden auch der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, erwartet.

„Dass eine Unternehmensberatung das gemacht hat, halte ich für absurd“, sagte der Leiter des SED-Forschungsverbundes an der Freien Universität Berlin, Klaus Schroeder, der „Mitteldeutschen Zeitung“ (Donnerstag). Auch der Leiter der Stasiopfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, hatte eine „firmengesteuerte Aufklärung“ moniert und eine externe Untersuchung angeregt.

Das Möbelhaus mit schwedischen Wurzeln geht seit Juni dem Vorwurf früherer DDR-Häftlinge nach, sie hätten in Zwangsarbeit Ikea-Möbel herstellen müssen. Opferverbände hatten dem Unternehmen vorgeschlagen, gemeinsam die Zwangsarbeit in DDR-Haft zu erforschen. Zunächst gab es eine Absage an die Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG), dann nach Beschwerden und Unmut aber eine Entschuldigung und Korrektur.

Nach einem WDR-Bericht vom Vorjahr war für Ikea im sächsischen Gefängnis Waldheim ein Sofa produziert worden. Nach Ansicht des SED-Forschungsverbundes stehen auch andere westliche Firmen in der Verantwortung. Demnach hätten politische Häftlinge für den Westen beispielsweise in Bautzen Kühlschränke und Waschmaschinen oder im Frauengefängnis Hoheneck Bettwäsche produziert.

Die FDP-Bundestagsfraktion kündigte am Donnerstag eine öffentliche Anhörung zu Zwangsarbeit im DDR-Strafvollzug am 30. November an. Eine umfassende Aufarbeitung dieses Kapitels gebe es bislang nicht, hieß es.

Nach Angaben der Vereinigung 17. Juni 1953 will Ikea Opfer-Vetretern, die zur Vorstellung der Studie in die Hauptstadt kommen, die Übernachtungskosten zahlen. Man habe sich eher eine eindrucksvolle Form der Entschädigung und damit eine Anerkennung der Zwangsarbeit-Folgen vorgestellt, teilte der Opferverein mit.

Jutta Schütz, dpa

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