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Mitteldeutschland Polizei geht gegen Inder vor – Verdacht der Visa-Erschleichung
Region Mitteldeutschland Polizei geht gegen Inder vor – Verdacht der Visa-Erschleichung
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10:18 16.05.2018
Polizeibeamte während ihres Einsatzes im Asylbewerberheim in der Nähe vom Kohlrabizirkus. Quelle: Daniel Rackow
Leipzig

Rund 60 Polizeibeamte durchsuchten in den frühen Morgenstunden Wohnunterkünfte in Leipzig und Torgau, darunter auch zwei Asylbewerberunterkünfte in der Messestadt. Der Einsatz richtete sich gegen sechs indische Staatsangehörige, die im Verdacht stehen, mit falschen Personalien Asylanträge in Deutschland gestellt zu haben.

Die Aktion koordinierte die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Bohemia, der Beamte der Bundespolizei, der Polizei Sachsen und der Stadt Leipzig angehören.

Die vier Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 30 und 39 Jahren sollen mit ihren Nationalpässen und vermutlich erschlichenen Schengen-Visa nach Deutschland eingereist sein. „Anschließend haben sie nach unserer Ermittlungen ihre Original-Dokumente verschwinden lassen und unter Angabe falscher Personalien Asylanträge gestellt“, erklärte Polizeioberrat Markus Pfau. Er ist Chef der für Mitteldeutschland zuständigen Inspektion Kriminalitätsbekämpfung der Bundespolizei.

Ziel des Einsatzes sei das Auffinden von Beweismitteln gewesen. Tatsächlich fanden die Beamten mehrere originale Pässe. Als Versteck dienten unter anderem Deckenverkleidungen. Die Beschuldigten wurden vernommen. Laut Pfau konnten sie zweifelsfrei identifiziert werden. Die Fälle liegen jetzt bei der Ausländerbehörde der Stadt Leipzig. Dort wird geprüft, wie der Aufenthalt der Beschuldigen in Deutschland schnellstmöglich beendet werden kann.

Von Andreas Dunte

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