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News Polizei lässt Dresdner Hooligan-Bande auffliegen

Polizei lässt Dresdner Hooligan-Bande auffliegen

Mit einer Großrazzia in Dresden und Umgebung haben Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag eine straff organisierte Hooligan-Bande zerschlagen. 58 Wohnungen, Büros und Autos seien durchsucht und zwölf Männer festgenommen worden, teilten die Ermittler nach dem Einsatz mit.

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Quelle: dpa

Dresden. Für vier Verdächtige ordnete ein Richter Untersuchungshaft an. Sie sollen zusammen mit mehr als weiteren 40 Männern zwischen 20 und 33 Jahren eine kriminelle Vereinigung gebildet und mehrere Gewalttaten verübt haben, wie der Sprecher der Dresdner Staatsanwaltschaft, Christian Avenarius, sagte.

Insgesamt waren 350 Polizisten im Einsatz, sie stellten Computer, Handys, Fotos und Videos sicher. Hinweise auf die Existenz der Gruppe hatten sich unter anderem schon nach Überfällen auf Döner-Imbisse in Dresden während der Fußball-EM 2008 ergeben. Damals hatte eine Gruppe von Randalierern innerhalb weniger Minuten mehrere Läden angegriffen und verwüstet und dabei auch Menschen verletzt. Die Hooligans sollen sich nach den Erkenntnissen der Polizei aber auch an verabredeten Schlägereien mit anderen Gruppen beteiligt und außerdem in der sogenannten Türsteher-Szene mitgemischt haben.

Die Bande sei „geradezu militärisch durchorganisiert“, sagte Avenarius. Es gebe klare Befehlsstränge, nach denen die älteren Rädelsführer ihren jüngeren Untergebenen Anweisungen erteilten. Außer dem vordergründigen Spaß an der Gewalt hätten auch wirtschaftliche Ziele eine Rolle bei den Straftaten gespielt. Der Chef der Dresdner Kriminalpolizei, Thomas Uslaub, sagte, es handele sich bei den Verdächtigen um einen „ausgesprochen gefährlichen Mix“. Unpolitische, aber dafür leicht beeinflussbare, gewaltbereite junge Männer ließen sich von erklärten Rechtsextremisten für deren Ziele einspannen.

Es gebe keinen Zweifel, dass es sich um eine kriminelle Vereinigung handele, sagte Avenarius. Welche weiteren Straftaten die Gruppe möglicherweise noch begangen habe, müssten nun die weiteren Ermittlungen zeigen. Erste Ergebnisse erwarte er in sechs bis acht Wochen.

dpa

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