Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Polizei registriert weniger rechtsextremistische Konzerte in Sachsen

Polizei registriert weniger rechtsextremistische Konzerte in Sachsen

Erstmals seit 2003 ist in Sachsen die Zahl von Konzerten rechtsextremer Bands deutlich gesunken. Im Vorjahr gab es noch 26 solcher Veranstaltungen, 16 weniger als 2011, teilte das Innenministerium am Mittwoch in Dresden mit.

Voriger Artikel
Sachsen legt Bundesrat Gesetzentwurf zu erneuerbaren Energien mit Quotenregelung vor
Nächster Artikel
Immunität des sächsischen Grünen-Politikers Lichdi soll aufgehoben werden

Neonazi-Aufmarsch in Leipzig (Archiv).

Quelle: Wolfgang Zeyen

Dresden. Die Behörden konnten 4 Auftritte schon im Vorfeld verhindern. In den vergangenen Jahren hatten die Zahlen leicht geschwankt - allerdings auf hohem Niveau. In Sachsen gab es bundesweit die meisten Konzerte. 2008 waren es 43, im Jahr darauf 36. 2010 und 2011 stehen mit 41 beziehungsweise 42 Auftritten zu Buche. Im Schnitt kamen etwa 160 Zuschauer.

Einen Grund für den Rückgang sieht das Innenministerium in der Schließung der Gaststätte „Zur Deutschen Eiche“ Ende April 2012 im ostsächsischen Rothenburg. Dadurch habe die Szene eines ihrer wichtigsten Veranstaltungsobjekte in Sachsen verloren, hieß es. Im November 2011 hatten sich dort mehr als 1300 Neonazis versammelt. Bei einem Konzert in Rothenburg gab es auch Sympathiebekundungen für die Zwickauer Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“. Teilnehmer hielten eine Gedenkminute für die „zu Tode gekommenen Kameraden“.

Nach Angaben des Innenministeriums fanden in der „Deutschen Eiche“ im Rothenburger Ortsteil Geheege von März 2009 bis zur Schließung insgesamt 35 Konzerte statt. Als weitere Hochburg gilt ein Objekt im Torgauer Stadtteil Staupitz, wo 9 Konzerte registriert wurden. Häufig werden die Auftritte konspirativ vorbereitet und durchgeführt. Der konkrete Ort wird in der Szene meist erst kurz vorher mitgeteilt - per SMS. Die Bands traten in der Regel im ländlichen Raum auf, die Großstädte werden kaum zur Bühne.

Experten bezeichnen rechtsextreme Musik nicht selten als „Einstiegsdroge“. Stilistisch reicht das Spektrum von Punk und Rock über Metal bis hin zum Schlager. „Konzerte sind für die rechtsextremistische Szene wichtig. Sie dienen als Identifikationsmuster, zur Rekrutierung von Nachwuchs und fördern den Zusammenhalt“, erklärte Innenminister Markus Ulbig (CDU). Der deutliche Rückgang im Jahr 2012 sei ein Erfolg und bedeute eine Schwächung der hiesigen Szene.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Digital Abo

    "LVZ Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kön... mehr

  • Panometer Leipzig - Dresden
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zu den Panoramen "Titanic" und "Dresden im Barock" mehr

  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr

  • Lichtfest Leipzig 2017

    Alljährlich am 9. Oktober erinnert das Lichtfest Leipzig auf dem Augustusplatz an die Ereignisse im Herbst 1989. Hier gibt es alle Infos. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr