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News Rechte Gewalt wird brutaler – besorgniserregende Entwicklung im Leipziger Raum

Rechte Gewalt wird brutaler – besorgniserregende Entwicklung im Leipziger Raum

Straftaten mit rechtsextremem Hintergrund gehören in Sachsen laut einer Statistik noch immer zum Alltag. Nach einer Mitteilung der Opferberatung RAA vom Donnerstag wurden im Vorjahr 263 Angriffe auf insgesamt 446 Menschen gezählt.

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Im vergangenen Jahr wurden in Sachsen 446 Menschen Opfer rechter Gewalt.

Quelle: dpa

Dresden/Leipzig. Dabei sei eine immer größere Brutalität zu verzeichnen, sagte Koordinatorin Grit Armonies. Vermehrt würden die Angreifer in Gruppen zuschlagen oder gefährlichen Gegenständen verwenden.

Mit dem Mord an der Ägypterin Marwa El-Sherbini sei die Zahl der Todesopfer rassistischer Gewalt seit 1990 auf 12 gestiegen.

Ein Vergleich mit den Zahlen von 2008 - damals wurden rund 400 Fälle registriert - sei nicht möglich, da inzwischen Delikte wie einzelne Sachbeschädigungen oder Beleidigungen gar nicht mehr mitgezählt würden. „Wir konzentrieren uns nur noch auf die Spitze des Eisberges.“

Die mit Abstand meisten Angriffe – insgesamt 121 - richteten sich nach Aussage der Opferberatung  gegen politisch links orientierte Jugendliche. In einem Viertel aller Attacken sei Rassismus als Tatmotiv anzusehen. Bei 49 Fällen hätten sich Angriffe gegen politisch Aktive gerichtet, die sich beispielsweise gegen Neonazis engagierten. „Die Dunkelziffer ist nach wie vor hoch“, erklärte Armonies. Viele erlebten Übergriffe schon als Normalität. „Wenn es nicht blutet, melden sie sich gar nicht mehr.“ Neonazis griffen häufig in der Gruppe an und nähmen dabei auch schwere Verletzungen bei Opfern in Kauf.

Besorgniserregend sei die Entwicklung in den Landkreisen Nordsachen und Leipzig. Hier beobachtete die Opferberatung eine deutliche Zunahme rechtsmotivierter Gewalttaten im Fußballfanbereich und verweist auf mögliche Verbindungen zwischen der organisierten neonazistischen Szene und Hooligans. Angriffe würden hier zunehmend im privaten Umfeld stattfinden und dabei immer enthemmtere Formen annehmen.

Ob sich die Zahlen der Opferberater mit denen der offiziellen Kriminalitätsstatistik Sachsens decken, ist aktuell nicht bekannt. Letztere liegt für 2009 noch nicht vor.

dpa/ar

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