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Mitteldeutschland Demonstration von Thügida in Chemnitz wird verboten
Region Mitteldeutschland Demonstration von Thügida in Chemnitz wird verboten
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13:14 03.09.2018
Am Sonnabend stand die Polizei rund 8000 Teilnehmern bei der Kundgebung von AfD und Pegida gegenüber. Quelle: Dirk Knofe
Leipzig/Chemnitz

Die Stadt Chemnitz hat eine für Montagnachmittag geplante Kundgebung des Bündnisses Thügida untersagt. Die Rechtsextremen wollten sich um 16 Uhr am Stefan-Heym-Platz treffen. Das hatte das Bündnis am Morgen bei Facebook erklärt. Der Versammlungsort hätte sich in direkter Umgebung zum Parkplatz neben der Johanniskirche befunden.

Dort wollen von 17 Uhr an mehrere Bands wie Feine Sahne Fischfilet, Kraftklub oder die Toten Hosen auftreten. Beide Areale sind nur durch die Bahnhofstraße getrennt. Am Vormittag liefen intensive Sicherheitsgespräche zwischen der Versammlungsbehörde und Thügidavertretern. Die Stadt teilte nun mit, dass die von den Rechtsextremen beanspruchte Fläche bereits belegt sei.

Großaufgebot der Polizei

Die Polizei ist wie schon am Sonnabend, als rund 2000 Beamte im Einsatz waren, erneut mit einem Großaufgebaut am Start. Neben der Bundes- und der Bereitschaftspolizei seien Sicherheitskräfte aus sieben Bundesländern in Chemnitz. „Wir werden die Sicherheit und Ordnung gewährleisten“, sagte eine Polizeisprecherin.

Übergriffe am Sonnabend

Am Sonnabend hatten sich rund 8000 Menschen einer Kundgebung von AfD und Pegida angeschlossen, darunter auch das Rechtsaußen-Bündnis Pro Chemnitz. Dabei kam es zu mehreren Übergriffen auf Journalisten und Polizisten durch gewaltbereite Rechtsextreme und Hooligans.

Von mro

Nach den Kundgebungen am Wochenende blickt Chemnitz bereits auf die nächste Großveranstaltung. Unter dem Motto „#wirsindmehr“ steigt am Montag ein Gratis-Konzert mit Bands wie den Toten Hosen, Kraftklub und Feine Sahne Fischfilet. Zehntausende haben ihr Kommen angekündigt.

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