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News Ringen um Rettung von Manroland kurz vor Abschluss - Standort Plauen soll erhalten bleiben

Ringen um Rettung von Manroland kurz vor Abschluss - Standort Plauen soll erhalten bleiben

Das Ringen um die Rettung des insolventen Druckmaschinenherstellers Manroland steht kurz vor dem Abschluss. Nach Worten des Insolvenzverwalters Werner Schneider könnten mit „an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ alle drei Standorte in Deutschland erhalten bleiben.

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Das Ringen um die Rettung des insolventen Druckmaschinenherstellers Manroland steht kurz vor dem Abschluss.

Quelle: dpa

München/Plauen. „Wir haben inzwischen zwei Bieterkonzepte auf dem Tisch, die am kommenden Mittwoch dem Gläubigerbeirat zur Entscheidung vorgelegt werden“, teilte Schneider am Montag mit. Er wolle möglichst viele Arbeitsplätze erhalten. In Deutschland sind Standorte in Augsburg, im hessischen Offenbach und in Plauen betroffen.

Einer der beiden Bieter ist nach Informationen der „Augsburger Allgemeinen“ der US-Investor Platinum Equity. Er habe rund 100 Millionen Euro für die drei Manroland-Werke in Augsburg, Offenbach und Plauen geboten, berichtete die Zeitung am Montag unter Berufung auf Beschäftigtenkreise.

Weiter im Rennen sei ein industrieller deutscher Investor, der aber nur das Augsburger Werk übernehmen wolle. In Augsburg arbeiten noch rund 2400 Frauen und Männer für Manroland, insgesamt sind derzeit noch rund 6200 Menschen für den Druckmaschinenhersteller tätig.

 

Der IG Metall forderte „Lösungen für die Beschäftigten, nicht für die Banken“. Der US-Finanzinvestor habe noch keine konkreten Aussagen zu Erhalt oder Abbau der Arbeitsplätze gemacht. „Nun steht zu befürchten, dass die Gläubigerbanken auf dieses augenscheinlich lukrative Angebot aufspringen um vorrangig ihre ausstehenden Forderungen zu begleichen“, warnte die Gewerkschaft.

„Ich gehe davon aus, dass wir am Mittwochnachmittag mit den Gläubigervertretern und sicherungsgebenden Banken eine Einigung erzielen werden“, sagte Schneider. Danach würden die letzten Details mit dem Käufer oder mehreren Käufern geklärt werden. Erst dann könne mit den Arbeitnehmervertretern auch über die endgültigen Zahlen für einen Stellenabbau gesprochen werden. Zu diesem Punkt seien die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen.

Der Konzern mit weltweit rund 6500 Mitarbeitern hatte Ende November Insolvenz angemeldet, nachdem die Haupteigner Allianz und MAN dem verlustreichen Unternehmen den Geldhahn zugedreht hatten. Die Alteigentümer Allianz und MAN sagten 24 Millionen Euro für Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften zu.

dpa

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