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Mitteldeutschland „Rote Linie gegen Braunkohle“: Menschenkette gegen Dorf-Abbaggerung
Region Mitteldeutschland „Rote Linie gegen Braunkohle“: Menschenkette gegen Dorf-Abbaggerung
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10:30 06.03.2018
Rund 250 Menschen beteiligten sich an der Menschenkette in Pödelwitz. Quelle: Andreas Döring
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Pödelwitz

In Pödelwitz nahe Leipzig haben erneut Einwohner und Unterstützer gegen die Erweiterung des benachbarten Braunkohletagebaus und die Abbaggerung des Dorfes protestiert. Bei der Aktion „Rote Linie gegen Braunkohle“ bildeten am Sonntag rund 250 Betroffene und Unterstützer im Halbkreis eine Menschenkette um den zur Stadt Groitzsch gehörenden Ortsteil. Damit wolle man symbolisch eine rote Linie ziehen und klarmachen, Pödelwitz dürfe nicht abgebaggert werden, sagte Felix Ekardt, Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz in Sachsen, der Deutschen Presse-Agentur.

In Pödelwitz haben am Sonntag rund 250 Einwohner und Umweltschützer eine Menschenkette gegen die drohende Abbagerung des Dorfes gebildet.

Pödelwitz mit seinen noch 28 Einwohnern soll für die Erweiterung des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain weichen. Die Mitteldeutsche Braunkohle AG (Mibrag) will auf dem Gebiet des 700 Jahre alten Dorfes ab 2028/2029 Braunkohle fördern. Im Frühjahr hatten Einwohner und Umweltschützer zum Protest dagegen ein X aus 1000 Osterglocken gepflanzt und im September Wimpelketten durch das Dorf gezogen.

Seit 2013 kämpft die Bürgerinitiative „Pro Pödelwitz“ für den Erhalt des Ortes. Aus seiner Sicht seien die Chancen sehr gut, dass man die Tagebauerweiterung verhindern kann, sagte Sachsens BUND-Vorsitzender Ekardt. Es könne sein, dass in den kommenden Jahren die Braunkohle auch betriebswirtschaftlich nicht mehr rentabel sei. „Volkswirtschaftlich ist sie das schon lange nicht mehr“, sagte er.

Die Aktion „Rote Linie“ haben der BUND, die Bürgerinitiative und das Kirchspiel Groitzsch der evangelischen Kirche organisiert. „Die Abbaggerung von Pödelwitz ist energiepolitisch absurd“, sagte Unterstützer Gerd Lippold, energiepolitischer Sprecher der Grünen im sächsischen Landtag, der dpa.

LVZ

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