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Mitteldeutschland SPD-Politiker Karl-Heinz Kunckel ist tot - letzte Jahre im Pflegeheim
Region Mitteldeutschland SPD-Politiker Karl-Heinz Kunckel ist tot - letzte Jahre im Pflegeheim
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14:34 20.03.2012
Karl-Heinz Kunckel bei einem Auftritt im Jahr 1999. Quelle: Uwe Pullwitt
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Radebeul/Herolstatt

Kunckel war seit einem Schlaganfall 2005 Pflegepatient. Seine letzten beiden Lebensjahre verbrachte er am neuen Wohnort seiner Familie in Baden-Württemberg. Zuvor hatte er in Radebeul gewohnt.

„Mit Karl-Heinz Kunckel verlieren wir einen Politiker und Sozialdemokraten der ersten Stunde, der sein Wirken in den Dienst des Aufbaus der Demokratie und des Wiederaufbaus der SPD in Sachsen gestellt hat. Er war uns allen ein Vorbild an Integrität und Pflichterfüllung“, erklärte SPD-Partei- und Fraktionschef Martin Dulig. Kunckel soll in Herolstatt im engsten Familienkreis beerdigt werden.

„Mit Karl-Heinz Kunckel verlieren wir einen Politiker und Sozialdemokraten der ersten Stunde, der sein Wirken in den Dienst des Aufbaus der Demokratie und des Wiederaufbaus der SPD in Sachsen gestellt hat. Er war uns allen ein Vorbild an Integrität und Pflichterfüllung“, erklärte SPD-Partei- und Fraktionschef Martin Dulig. Kunckel soll in Herolstatt im engsten Familienkreis beerdigt werden.

Auch Linke und Christdemokraten würdigten den Politiker. „Wir haben ihn stets als kompetenten, engagierten und leidenschaftlichen Landespolitiker wahrgenommen, der für seine Ziele mit großem Respekt für die Meinung Andersdenkender eingetreten ist“, erklärte der Fraktionsvorsitzende der Linken, André Hahn, und zählte Kunckel zu den Gründungsvätern der sächsischen Demokratie. „Mit Karl-Heinz Kunckel verliert unser Land einen Politiker, der dem Aufbau der Demokratie in Sachsen einen großen Dienst erwiesen hat“, sagte CDU-Fraktionschef Steffen Flath.

Kunckel stammte aus Sonneberg in Thüringen. Der Diplomingenieur prägte in den 90er Jahren das Gesicht der sächsischen SPD. Von 1990 bis 1999 führte er die SPD-Landtagsfraktion, von 1993 bis 1999 auch die Partei. Zweimal trat er bei Landtagswahlen als Herausforderer von CDU-Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) an, scheitere aber - zuletzt deutlich mit nur 10,7 Prozent der Stimmen. Nach dem Debakel bei der Wahl 1999 gab er den Fraktions- und Parteivorsitz ab.

Kunckel grenzte seine Partei strikt gegenüber der früheren PDS und heutigen Linkspartei ab. Parteiintern hielten Kritiker ihm zu viel Respekt vor der CDU vor. Kunckel galt manchen in der SPD als „staatstragend“. Tatsächlich setzte er auch als Oppositionspolitiker auf Ausgleich und Kooperation mit der CDU-Regierung. Privat war der Kunstsammler zweimal verheiratet. Aus beiden Ehen gingen drei Kinder hervor.

dpa

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