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Mitteldeutschland Sachse stürzt in Tirol 40 Meter in die Tiefe
Region Mitteldeutschland Sachse stürzt in Tirol 40 Meter in die Tiefe
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12:03 07.07.2018
Der Mann aus Sachsen musste mit einem Hubschrauber gerettet werden (Symbolfoto). Quelle: dpa
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Leutasch - 

Ein 71-jähriger Deutscher ist beim Bergwandern in Tirol rund 40 Meter in die Tiefe gestürzt - und hat überlebt. Der Mann aus dem Landkreis Mittelsachsen in Sachsen kam mit Kopfverletzungen in ein Krankenhaus. Wie die Polizei am Samstag berichtete, rollte er zunächst über eine steile Wiese und felsiges Gelände und blieb dann in einem Bachbett bewusstlos liegen. Wegen schlechten Wetters sei die Rettung mit dem Hubschrauber zunächst nicht möglich gewesen.

Vier Bergretter und zwei Alpinpolizisten stiegen deshalb zu dem 71-Jährigen auf eine Höhe von rund 2000 Meter auf. Später sei es schließlich gelungen, den Verunglückten mit dem Notarzthubschrauber ins Tal zu fliegen. Der Mann war mit einer deutschen Laufgruppe entlang des Steigs vom Söllerpass talwärts unterwegs. Die drei Begleiter hatten nach dem Unglück die Bergrettung verständigt. Sie wurden nach einer kurzen Wetterbesserung ebenfalls mit dem Hubschrauber in Tal geflogen.

37-Jähriger steigt nach 40-Meter-Sturz allein ab

Bereits am Donnerstag ist ebenfalls ein Deutscher in Tirol verunglückt. Der 37-Jährige stürzte im Sulztal 40 Meter ab. Er war für kurze Zeit bewusstlos, stieg dann aber selbstständig ein Stück ab, läutete bei einem Haus an und bat um Hilfe. Er wurde mit einer Kopfverletzung in das Krankenhaus nach Zams geflogen, berichtete die Polizei am Freitag. Den Angaben zufolge war der 37-jährige mit einem Begleiter unterwegs. Wegen des schlechten Wetters kehrten die Männer aber um. Beim Abstieg wollten sich die Urlauber an einer Steilstufe mit einem Hanfseil abseilen. Dieses riss jedoch nach wenigen Metern.

Der Mann überschlug sich mehrmals im steilen, mit Fels und Schotter durchsetzten Gelände, ehe er nach rund 40 Metern zum Stillstand kam und bewusstlos liegen blieb. Sein Begleiter wartete oberhalb der Unfallstelle und setzte die Rettungskette in Gang. Er wurde schließlich vom Rettungshubschrauber mit einem Tau aus dem steilen Gelände geborgen und war bis auf eine Unterkühlung unverletzt.

Von LVZ

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