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Mitteldeutschland Sachsen, Sachsen-Anhalter und Thüringer arbeiten mehr als der Durchschnitt
Region Mitteldeutschland Sachsen, Sachsen-Anhalter und Thüringer arbeiten mehr als der Durchschnitt
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16:20 06.12.2018
In Mitteldeutschland wird im Schnitt pro Arbeitstag 5,7 Stunden gearbeitet. (Archivfoto) Quelle: dpa
Leipzig

Arbeitnehmer in Mitteldeutschland arbeiten im Schnitt mehr als der Durchschnittsbundesbürger. In Sachsen waren das zuletzt 57 zusätzliche Stunden, in Sachsen-Anhalt 61 Stunden und in Thüringen sogar 75 Stunden pro Jahr mehr. Thüringer sind im Vergleich des durchschnittlichen Arbeitspensums in allen Bundesländern sogar absoluter Spitzenreiter. Am anderen Ende der Skala stehen die Saarländer.

Pro Kopf wurde anno 2017 in Mitteldeutschland an jedem Arbeitstag etwa 5,7 Stunden geschuftet. Thüringer hatten einen Feiertag weniger als Sachsen und Sachsen-Anhalter und führen auch deshalb souverän die Statistik der Länder an. Im Vergleich zum Jahr davor sei die Zahl in Sachsen und Sachsen-Anhalt konstant geblieben, hieß es. In Thüringen ging es leicht nach unten.

Blickt man weiter zurück, zeigt sich auch in den anderen mitteldeutschen Ländern ein Rückgang der Zeit im Büro, auf der Baustelle oder auf dem Acker an. „Hauptursache für das geringer gewordene Arbeitsvolumen ist der deutliche Anstieg von Teilzeitbeschäftigung“, so die Analyse der Statistiker. Darüber hinaus hätten aber auch Nebenbeschäftigungen und erhöhte Ausfallzeiten durch Krankheiten zum Rückgang sächsische Arbeitszeiten beigetragen.

In der Analyse einzelner Berufsgruppen zeigt sich: Bauarbeiter müssen statistisch gesehen im Freistaat mit Abstand am meisten arbeiten – im Schnitt 1634 Stunden pro Jahr. Dahinter folgen mit jeweils etwa 100 Stunden pro Jahr weniger Land- und Forstwirtschaft sowie weitere produzierende Gewerbe. In allen übrigen Wirtschaftsbereichen liegt das durchschnittliche Arbeitsvolumen pro Kopf bei etwa 1360 Stunden pro Jahr.

Insgesamt wurden in der Bundesrepublik im vergangenen Jahr 60,2 Milliarden Arbeitsstunden geleistet, heißt es aus Kamenz. Die Löwenanteil mit 20 Prozent kommt aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern und Baden-Württembergern. Die Sachsen haben einen Anteil von 4,8 Prozent am gesamten Kuchen.

Von Matthias Puppe

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