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Mitteldeutschland Sachsen befragt Bürger über Arbeit der Regierung – und stößt auf große Zufriedenheit
Region Mitteldeutschland Sachsen befragt Bürger über Arbeit der Regierung – und stößt auf große Zufriedenheit
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17:13 08.04.2014
Kaum anderswo in Deutschland sind die Bürger so zuversichtlich wie in Sachsen. Quelle: Andreas Döring
Dresden

Auch die Arbeit der Regierung insgesamt wird mehrheitlich positiv beurteilt. Im Auftrag der Staatskanzlei hatte das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid zwischen dem 20. Januar und dem 18. Februar 1038 Wahlberechtigte über 18 Jahre befragt.

Als größte Probleme im Freistaat werden am häufigsten Arbeitslosigkeit (19 Prozent), Kriminalität (13), Schaffung und Erhalt von Arbeitsplätzen (12) und andere Probleme finanzieller Art (12) genannt.

„Es gibt ein großes Backing (Unterstützung) in der Bevölkerung zu dieser Landesregierung“, sagte TNS-Emnid-Geschäftsführer Klaus-Peter Schöppner bei der Vorlage der Studie am Dienstag in Dresden. Solche Werte würden sonst nur noch in Bayern gemessen. Tillichs Zustimmungswerte verglich er mit denen des früheren Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf (CDU) aus den 90er Jahren. Auf eine Sonntagsfrage wurde bei der gut 62 000 Euro teuren Erhebung angesichts der bevorstehenden Wahlen im Mai und August verzichtet.

Regierungschef Tillich ist mit 93 Prozent nach Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU/100 Prozent) der bekannteste Politiker im Freistaat. Seine FDP-Minister Jürgen Martens (Justiz) und Sven Morlok (Wirtschaft) kommen auf Bekanntheitswerte von 28 beziehungsweise 55 Prozent, verzeichnen aber mit 46 beziehungsweise 41 Prozent vergleichsweise hohe Zufriedenheitswerte.

Auch insgesamt sind die Menschen im Freistaat zufrieden: So werden sowohl die persönliche wirtschaftliche Situation (72 Prozent) wie auch die Wirtschaftslage allgemein (71 Prozent) mehrheitlich positiv bewertet. Zwei Drittel der Sachsen sehen ihre persönliche Zukunft positiv, hier vor allem Jüngere. Die Zukunft des Landes wird von 71 Prozent ebenfalls optimistisch eingeschätzt.

Bei der Energieversorgung bauen die Sachsen auf stabile Preise. Nur jeder sechste zeigte sich bereit, mehr zu zahlen, wenn damit der Ausbau erneuerbarer Energien vorankäme.

dpa

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