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Mitteldeutschland Sachsen bei Touristen als Gesundbrunnen beliebt – Freistaat mit viel Wellness-Potenzial
Region Mitteldeutschland Sachsen bei Touristen als Gesundbrunnen beliebt – Freistaat mit viel Wellness-Potenzial
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13:33 06.09.2014
Archivfoto Quelle: dpa
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Leipzig

  Nach den jüngsten vorliegenden Zahlen aus dem Jahr 2012 besuchten denn auch rund 440.000 Touristen aus diesem Grund den Freistaat, wie Ines Nebelung, Pressesprecherin der Sächsischen Tourismusgesellschaft berichtete.

Dabei gaben sie im Schnitt 62 Euro pro Person und Tag aus und blieben durchschnittlich 13 Tage. Helfried Böhme, Geschäftsführer des Sächsischen Heilbäderverbandes, erklärte, dass die Wünsche der Gäste immer vielfältiger und die Angebote immer differenzierter würden. „Die Gäste erwarten Angebote, die genau auf ihre Wünsche und medizinischen Probleme abgestimmt sind“, sagte Böhme. Dabei würden ergänzende Heilverfahren wie etwa die Osteopathie immer beliebter.

 „Seitdem viele Krankenkassen entsprechende Angebote auch finanziell unterstützen, sind diese zunehmend in das Bewusstsein der Kunden gelangt und werden wesentlich stärker nachgefragt“, so der Verbandsgeschäftsführer. Er schätzte ein, dass die Hälfte der Gäste in den Kurorten des Freistaats selbst aus Sachsen kommen. Von den anderen 50 Prozent kämen wiederum die Hälfte aus den östlichen Bundesländern. „Unsere Kurorte haben hier nach wie vor einen höheren Bekanntheitsgrad als in den anderen Teilen Deutschlands.“

Gerade etwas ältere Gäste schätzten es sehr, wenn sie nicht so weit fahren müssten.  Wie Ines Nebelung ergänzte, kommen die Besucher aber auch aus Hamburg, Bremen, Rheinland-Pfalz, Schleswig Holstein und Niedersachsen. Aus Studien sei das Interesse der Deutschen an einem Wellness- und Gesundheitsurlaub in Sachsen bekannt. So könnten sich 26 Prozent der Deutschen vorstellen, einen Gesundheitsurlaub in Sachsen zu buchen, einen Wellnessurlaub im Freistaat sogar 49 Prozent.

Im „Masterplan für die Gesundheitswirtschaft“ des sächsischen Sozialministeriums heißt es dazu: „Gesundheit und Wellness spielen im sächsischen Tourismus im Bundesvergleich zwar noch eine untergeordnete Rolle, dennoch bieten gesundheitsorientierte Urlaubsformen ein relativ großes Potenzial.“ Die sächsischen Kurorte verteilen sich über den ganzen Freistaat, vom Vogtland über das Erzgebirge, die Sächsische Schweiz bis in das Sächsische Burgen- und Heideland und die Muskauer Heide.

„Bei Kurgästen bildet nur zum Teil die Schönheit einer Region den Ausschlag für die Wahl des Reisezieles, besonders wichtig sind auch die medizinische Kompetenz des Ortes oder einer Klinik oder die vorhandenen natürlichen Heilmittel, die Aussicht auf Heilung oder Linderung der Beschwerden versprechen“, sagte der Präsident des Heilbäderverbandes, Karl-Ludwig Resch. „Natürlich haben Orte wie Bad Elster mit mehreren großen Kliniken mehr Gäste als kleinere Kurorte mit nur einer stationären Einrichtung, wie etwa Thermalbad Wiesenbad. Aber es gibt auch viele Kurgäste, die gerade die Individualität eines kleineren Ortes schätzen.“

Das Branchennetzwerk „Healthy Saxony“ geht davon aus, dass in Sachsen rund 291.000 Menschen in der Gesundheitswirtschaft arbeiten. Doch dabei gibt es ein Abgrenzungsproblem: Der Begriff der Gesundheitswirtschaft umfasst unter anderem Krankenhäuser, Pflegedienste, Hersteller medizinischer Geräte sowie die Pharmaindustrie. Im Bereich Wellness- und Gesundheitstourismus müssten aber eigentlich auch die Beschäftigten des Hotel- und Gaststättengewerbes zumindest teilweise der Gesundheitswirtschaft zugerechnet werden.

Jörg Aberger, dpa

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