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Sachsen führt Warnsystem für Terroranschläge und Katastrophen ein

Push-Meldungen aufs Smartphone Sachsen führt Warnsystem für Terroranschläge und Katastrophen ein

Bislang war es im Freistaat schwierig, die Bevölkerung im Fall von Katastrophen oder Terroranschlägen zu warnen. Das soll sich ab jetzt ändern – mit einem neuen System, an das auch die Leipziger Rettungsleitstelle angeschlossen wird.

Über die App „NINA“ werden die Sachsen künftig vor Katastrophen und Terroranschlägen gewarnt.
 

Quelle: dpa

Dresden/Leipzig. Sachsen bekommt ein einheitliches System zur Warnung der Bevölkerung im Fall von Katastrophen oder Terroranschlägen. Innenminister Markus Ulbig (CDU) hat am Mittwoch das webbasierte Modulare Warnsystem (MoWaS) flächendeckend für den Freistaat in der Integrierten Regionalleitstelle in Hoyerswerda freigeschaltet. Damit sollen künftig Nachrichten unter anderem via Smartphone an die Bürger abgesetzt werden.

Verbreitet werden die Meldungen insbesondere über die Handy-Software „NINA“. Die „Notfall-Informations- und Nachrichten-App“ wurde vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe entwickelt und sendet Push-Meldungen direkt aufs Smartphone. Die Warnungen gehen auch an Fernsehen, Rundfunk und Nachrichtenagenturen, wie das sächsische Innenministerium am Donnerstag mitteilte. „Um im Bedarfsfall möglichst viele Menschen vor größeren Schäden zu bewahren, brauchen wir eine zeitgemäße Kommunikation im Zivil- und Katastrophenschutz“, sagte Ulbig.

Alle Rettungsleitstellen erhalten Zugriff

Angeschlossen an das neue System sind die fünf Integrierten Regionalleitstellen (IRLS) der sächsischen Landkreise und kreisfreien Städte. Eine davon befindet sich seit Januar 2016 in der Gerhard-Ellrodt-Straße in Leipzig. Sie koordiniert Feuerwehr- und Rettungseinsätze in der Stadt Leipzig sowie den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen. Auch das sächsische Innenministerium kann mit dem „MoWaS“ künftig Warnmeldungen absetzen. Neben der Warnung enthielten die Meldungen auch Handlungshinweise wie „Fenster schließen“ oder „Bitte bleiben Sie zu Hause“. „NINA“ hat derzeit bereits zwei Millionen Nutzer.

Bislang fehlte in Sachsen ein zentrales Katastrophenschutz-Warnsystem, an das alle wichtigen Behörden angeschlossen sind. Bundesweit kommen hierfür unterschiedliche Kanäle zum Einsatz. Auf die verbreitete App „KatWarn“, die beispielsweise beim Amoklauf in München gute Dienste leistete, griff Sachsen nicht zurück. Die Anbindung der fünf Regionalleitstellen an das System „NINA“ lief bereits seit dem vergangenen Jahr (LVZ.de berichtete). In der Vergangenheit wurde die Bevölkerung in der Messestadt unter anderem über Tonrufsäulen von Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) und Deutscher Bahn sowie bei Bedarf mit mobilen Warnmitteln informiert.

Die Kosten des Modellversuchs in Sachsen trägt für die kommenden zwei Jahre der Bund. „Die webbasierten Lösungen kosten pro Jahr und Station 2500 Euro “, erklärte Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK).

Nach dieser Zeit müssten die Landkreise und Kreisfreien Städte entscheiden, ob sie das System dauerhaft einsetzen wollen. In diesem Jahr wurden darüber bereits mehr als 250 Warnungen ausgelöst. 2016 gab es laut Angaben knapp 150 MoWaS-Einsätze.

Von nöß

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