Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -1 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Sachsen kündigt gemeinsame Frauenhaft mit Sachsen-Anhalt

Sachsen kündigt gemeinsame Frauenhaft mit Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt muss für seine Frauen in sächsischer Haft womöglich eine neue Bleibe suchen. Die Vereinbarung zur gemeinsamen Unterbringung weiblicher Gefangener sei zum 31. Dezember 2012 gekündigt worden, teilte das Justizministerium am Donnerstag in Dresden mit.

Voriger Artikel
Sachsens FDP-Chef Zastrow verteidigt Bildungspaket
Nächster Artikel
Deutsche Skifirma aus Thüringen setzt zum Höhenflug an

Das zentrale Frauengefängnis in Chemnitz soll ab 2013 keine Häftlinge aus Sachsen-Anhalt mehr aufnehmen. (Archivbild)

Quelle: dpa

Dresden. Zuvor sei für eine Fortsetzung der gemeinsamen Sicherungsverwahrung für gefährliche Straftäter in Burg (Sachsen-Anhalt) keine Einigung erzielt worden. Deshalb müsse der Freistaat seine derzeit 15 Sicherungsverwahrten Anfang 2013 zurückholen. Für die 77 Frauen aus Sachsen-Anhalt sei dann in der Chemnitzer Vollzugsanstalt kein Platz mehr, hieß es.

Sachsen-Anhalt hatte Anfang Dezember die gemeinsame zentrale Sicherungsverwahrung mit Sachsen und Thüringen gekippt. Hintergrund ist ein Beschluss des Oberlandesgerichts Naumburg, wonach den Betroffenen in Sicherungsverwahrung von 2013 an mindestens 20 Quadratmeter Wohnraum sowie Bad und Küchenzeile zur Verfügung gestellt werden müssen. Dafür sind laut Justizministerium hohe Investitionen notwendig. Für eine gemeinsame Unterbringung fehle unter den neuen Bedingungen das Geld. Derzeit sind in Burg 24 Sicherungsverwahrte untergebracht, von denen 3 aus Thüringen kommen, 6 aus Sachsen-Anhalt und 15 aus Sachsen.

Das Justizministerium in Magdeburg bedauerte die sächsischen Entscheidung zu den weiblichen Häftlingen. Man werde mit Sachsen verhandeln und versuchen, dass es doch noch bei der gemeinsamen Unterbringung in dem Gefängnis in Chemnitz bleiben könne, sagte ein Sprecher. Im Bereich der Frauenhaft habe sich schließlich keine Änderung der Rechtslage ergeben.

„Wir sind weiter verhandlungsbereit, um eine gemeinsame Lösung zu finden“, sagte Sachsens Justizminister Jürgen Martens (FDP) laut der Mitteilung. Die Kündigung des gemeinsamen Frauenvollzuges erfolge allein zur Fristwahrung. Er würde es sehr bedauern, wenn die bisher erfolgreiche arbeitsteilige Zusammenarbeit so enden würde.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Mitteldeutschland
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Reisemarkt

    Lust auf Urlaub? Der LVZ Reisemarkt präsentiert am 2. und 3. Februar 2018 Traumziele fern und nah. Alle Infos zu den Ausstellern und zum Programm g... mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2018
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 14. LVZ-Fahrradfest lädt am 29. April 2018 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Alle Infos zum Event finden Sie in unserem Sp... mehr

  • Geld für Vereine der Region
    Mikrologo Angestust

    Mit der Aktion „Angestupst“ unterstützen LVZ und Sparkasse Leipzig die Vereine der Region. Die aktuelle Runde läuft. mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album 2
    Leipzig-Album 2

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Digital Abo

    "LVZ Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kön... mehr