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Mitteldeutschland Sachsen lässt Sexualstraftäter nach der Haftentlassung observieren
Region Mitteldeutschland Sachsen lässt Sexualstraftäter nach der Haftentlassung observieren
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14:50 04.02.2010
Chemnitz

Möglich ist die Überwachung durch das Informationssystem ISIS, der Intensivüberwachung besonders rückfallgefährdeter Sexualstraftäter.

Zur Vermeidung neuer Taten sollen Staatsanwaltschaften, Gefängnisse, Landeskriminalamt, Bewährungshelfer und Jugendämter verstärkt zusammenarbeiten. Die Rund-um-die-Uhr-Observation für einen Tag im Monat könne etwa durch Hinweise des Bewährungshelfers auf Anzeichen eines Rückfalls ausgelöst werden, sagte Burghart.

Sachsen hatte ISIS nach mehreren Missbrauchsfällen im Jahr 2008 eingeführt. Für Aufsehen hatte besonders der Fall MItja in Leipzig gesorgt. Der neun Jahre alte Schüler war von einem bereits wegen Sexualdelikten vorbestraften Mann erst missbraucht und dann umgebracht worden. Damals war die Rede von sachsenweit 100 bis 200 möglichen Sexualstraftätern, die intensiv beobachtet werden könnten. Eine Statistik für den gesamten Freistaat lag am Donnerstag nicht vor.

Die Chemnitzer Staatsanwaltschaft präsentierte derweil auch weitere Zahlen für 2009: Demnach haben die 60 Staatsanwälte im vergangenen Jahr 6300 Menschen angeklagt. In knapp 7400 weiteren Fällen sei Strafbefehl beantragt worden, bei knapp 31 000 Menschen wurden die Verfahren eingestellt, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Bernd Hohmann. Zugleich verwies er darauf, dass die durchschnittliche Verfahrensdauer der Chemnitzer Staatsanwälte bei 1,3 Monaten und damit unter dem Bundesdurchschnitt liege.

mro/dpa

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