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News Sachsen müssen mehr Kirchensteuer zahlen - Geld fließt in Immobilien und Rücklagen

Sachsen müssen mehr Kirchensteuer zahlen - Geld fließt in Immobilien und Rücklagen

Bei der evangelischen Landeskirche und den katholischen Bistümern im Freistaat klingelt in diesem Jahr die Kasse lauter. Sie rechnen mit mehr Kirchensteuer-Einnahmen.

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Quelle: dpa

Dresden. „Das liegt schlichtweg an der Tatsache, dass mehr Menschen auch in Sachsen beschäftigt sind und Steuern zahlen“, sagte Matthias Oelke vom Landeskirchenamt der Nachrichtenagentur dpa.

Das Bistum Dresden-Meissen erwartet eine Steigerung von knapp acht Prozent gegenüber dem Vorjahr, als das Kirchensteuerbruttoaufkommen bei 26 Millionen Euro lag. Auch das Bistum Görlitz verzeichnet bisher eine positive Entwicklung bei der Kirchensteuer, kann aus eigener Kraft aber nach wie vor nur etwa ein Drittel seiner Ausgaben decken. Die Landeskirche rechnet auch für 2015 „vorsichtig“ anhand der Steuerschätzung mit erhöhten Einnahmen, wie Oelke sagte. „Allerdings sind die neuerlichen Konjunkturaussichten noch nicht berücksichtigt und verbreiten gewisse Unsicherheiten.“

70 Prozent des Geldes fließen in die Gemeinden. Die Landeskirche nutze die Mehreinnahmen, um das durch Überalterung und Abwanderung entstehende strukturelle Defizit aufzufangen und die Entnahme aus Rücklagen zu vermeiden. Diese seien auch fast aufgebraucht. „Summa summarum kann gesagt werden: So wie das Geld hineinkommt, wird es auch wieder verwendet.“

Die Finanzen sind auch Thema bei der Herbsttagung der Synode der Landeskirche, die an diesem Freitag in Dresden beginnt.  Das Bistum Dresden-Meissen kann etwa die Hälfte des Gesamtaufwandes durch Kirchensteuereinnahmen decken. Es investiert vor allem in Immobilien, Bildung, Schulen und Sozialeinrichtungen, wie Sprecher Michael Baudisch sagte. Die Einnahmen fließen zudem in Rücklagen zur Vorbereitung auf sinkende Beiträge aus kirchensteuerstarken Bistümern. 2013 bekam das Bistum 17,1 Millionen Euro. „Dieser Strukturbeitrag reduziert sich von 2011 bis 2020 um 30 Prozent.“

dpa

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