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Mitteldeutschland Sachsen stockt Investition für Busse, Bahnen und Fahrscheinautomaten auf
Region Mitteldeutschland Sachsen stockt Investition für Busse, Bahnen und Fahrscheinautomaten auf
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18:41 22.01.2015
In Sachsen werden 2015 ingesamt 140 Millionen Euro in die Infrastruktur des ÖPNV investiert. Quelle: Wolfgang Zeyen
Leipzig

Das Geld soll vor allem in Projekte für Gleisanlagen, Haltestellen sowie den Ersatz von alten Tatra-Bahnen fließen.

 

Nach Angaben des Staatsministeriums könnten mehr als 240 Vorhaben von Zweckverbänden, Kommunen und Verkehrsunternehmen mit den Fördermitteln realisiert werden. Insgesamt stellt der Freistaat Sachsen in diesem Jahr im ÖPNV-Bereich ca. 600 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), Bundes- und Landesmitteln für Betrieb und Investitionen bereit. „Wir wollen den ÖPNV weiter stärken. Unser Fokus liegt dabei klar auf der wirksamen Anbindung des ländlichen Raums an die Ballungszentren“, sagt Dulig. „Durch die frühzeitige Fertigstellung des diesjährigen Investitionsprogramms geben wir den Antragstellern wichtige Planungs- und Finanzierungssicherheit.“

 

Mehr Haltestellen und Fahrscheinautomaten

 

Rund 57 Millionen Euro der Mittel fließen in Infrastrukturvorhaben im straßengebundenen ÖPNV. Dies umfasst unter anderem den Bau von Haltestellen, den Neu- und Ausbau von Straßenbahnstrecken, den Bau beziehungsweise die Modernisierung von Betriebshöfen und Werkstätten für Straßenbahnen und Omnibusse sowie die Errichtung von Übergangsstellen.

 

In Leipzig sind die Beschaffung 112 weiterer stationärer Fahrausweisautomaten sowie der Ausbau der Straßenbahngleisanlagen auf der Könneritzstraße und der Haltestelle am Diakonissenhaus geplant. Die Leipziger Verkehrsbetriebe erhalten Fördermittel für die umfangreiche Modernisierung des Stadtbahn-Fuhrparks. Zunächst sollten die alten Tatra-Bahnen ausgemustert werden und durch 41 „behindertenfreundliche“ Niederflurfahrzeuge ersetzt.

 

In Dresden sollten die Verkehrsbetriebe Fördermittel für den Ausbau der Straßenbahngleisanlagen im Dresdener Osten und für die Ersatzbeschaffung von 150 neuen stationären Fahrscheinautomaten erhalten.

 

In Chemnitz soll der Ausbau Reitbahnstraße/Bernsdorfer Straße zwischen Annenstraße und Anschluss zum Chemnitzer Modell Stufe 2 erfolgen. Weitere Fördermittel fließen in die Beschaffung von neuen Stadtbahnfahrzeugen in Chemnitz.

 

187 neue Omnibusse für den ländlichen Räumen geplant

 

Knapp 23 Prozent der Mittel stehen für die Fahrzeugförderung zur Verfügung. Entsprechend der hohen Nachfrage wurden die Fördermittel für die Busförderung auf über 16 Millionen Euro aufgestockt. Der Bewilligungsbehörde liegen bereits Anträge für die Neubeschaffung von insgesamt 187 Omnibussen sowohl für den ländlichen Raum als auch für die Ballungsräume Dresden und Chemnitz vor.

 

In seinem jährlichen Landesinvestitionsprogramm zeichnet das sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr die geplanten Maßnahmen auf, die nach einer Zustimmung im Landtag zum Doppelhaushalt eingeführt werden sollen. Bislang erhielt Sachsen jährlich 90 Millionen Euro für die Verbesserung der kommunalen Verkehrsinfrastruktur.

Krysta Brown

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