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Mitteldeutschland Sachsen weiter Spitzenreiter beim bundesweiten Bildungsmonitor
Region Mitteldeutschland Sachsen weiter Spitzenreiter beim bundesweiten Bildungsmonitor
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15:11 17.08.2017
Beim Bildungsmonitor ist Sachen top. (Symbolbild) Quelle: dpa
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Dresden - 

Sachsen und Thüringen haben im bundesweiten Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft die besten Noten erhalten. In der Studie, die das Institut der deutschen Wirtschaft durchgeführt hat, belegt Sachsen zum zwölften Mal in Folge den ersten Platz und ist damit deutscher Bildungsmeister, der benachbarte Freistaat folgt knapp dahinter.

Sachsen-Anhalt liegt mit Platz neun noch im Mittelfeld, während Berlin das Schlusslicht ist. Anhand von 93 Indikatoren wurde untersucht, inwieweit ein Bundesland dazu beträgt, Bildungsarmut zu reduzieren, Fachkräftenachwuchs zu sichern und Arbeitsmarkt wie Wirtschaftswachstum zu befördern. Insgesamt wird ein weitgehender Stillstand im Bildungsbereich bescheinigt.

Gute Ganztagsbetreuung

Die Studienmacher loben unter anderem die flächendeckende Ganztagsbetreuung an Kitas und Grundschulen in Sachsen und Thüringen. Daneben haben sächsische Schüler die höchsten Lesekompetenzen, sind bei ihnen die naturwissenschaftlichen Qualitäten überdurchschnittlich gut, werden je Professor die meisten Drittmittel eingeworben und sind die Hochschulen sowohl bei Studenten innerhalb Deutschlands als auch aus dem Ausland sehr gefragt. Hervorgehoben wird außerdem die Förderinfrastruktur in Sachsen und Thüringen.

Viele Schulabbrecher

Kritisiert wird bei beiden Freistaaten die überalterte Lehrerschaft und die schlechte Personalpolitik. Zudem verfügten viele Schüler aus Thüringen nur über unzureichende Englischkenntnisse, stellt die Studie fest, auch die Integration wird für verbesserungswürdig gehalten. In Sachsen wird die hohe Zahl abgebrochener Ausbildungen und fehlender Schulabschlüsse moniert.

Reaktionen aus Sachsen

Während Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) den sächsischen Weg bestätigt sah und von „einem der sozial gerechtesten Schulsysteme in Deutschland“ sprach, kritisierte der Sächsische Lehrerverband vor allem, dass der Freistaat „im Wettbewerb um den Lehrernachwuchs zunehmend seine Konkurrenzfähigkeit verliert“. Sachsens Arbeitgeberpräsident Jörg Brückner mahnte: Der Bildungsmonitor dürfe kein für Selbstzufriedenheit sein. „Obwohl die Zahl guter Schulabschlüsse gestiegen ist, wächst gleichzeitig die Anzahl der jungen Menschen, die schon zu Beginn einer Berufsqualifikation in Unternehmen oder Hörsälen mit fehlenden Grundlagenkompetenzen zu kämpfen haben“, erklärte Brückner.

Für die Linke kritisierte Cornelia Falken mit Blick auf die Studie: „Der Bildungserfolg hängt stark davon ab, in welcher Region ein Kind aufwächst.“ Die sächsischen Grünen warfen der Landesregierung vor, Defizite – etwa bei Integration und Inklusion sowie Schulabbrechern – kleinzureden und zu vernachlässigen.

www.insm-bildungsmonitor.de

Von Andreas Debski

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