Volltextsuche über das Angebot:

-1 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Sachsen will Jugendhilfe ab 2013 erhöhen - Finanzschwache Kommunen sollen profitieren

Sachsen will Jugendhilfe ab 2013 erhöhen - Finanzschwache Kommunen sollen profitieren

Neues zum Reizthema Jugendhilfe: Nach Informationen der Leipzigerin Volkszeitung will Sachsens Sozialministerin Christine Clauß (CDU) die Jugendpauschale im Doppelhaushalt für 2013/14 moderat erhöhen.

Voriger Artikel
Verjährung: Nicht alle Unterstützer der rechtsextremen Terrorzelle NSU werden angeklagt
Nächster Artikel
Einstellungsstopp an sächsischen Hochschulen sorgt für Aufruhr

Sachsens Sozialministerin Christine Clauß (CDU). (Archivfoto)

Quelle: André Kempner

Dresden. Nach den Kürzungen vor zwei Jahren soll damit die Lage in Städten und Landkreisen verbessert werden.

Die internen Pläne aus dem Sozialressort sehen vor, den jährlichen Gesamtbetrag für die Jugendpauschale auf dem jetzigen Niveau festzuschreiben. Derzeit reicht der Freistaat auf freiwilliger Basis insgesamt 10,3 Millionen Euro pro Jahr für diese spezielle Form der Jugendarbeit aus. Dabei erhalten Städte und Kreise einen Pro-Kopf-Betrag von 10,40 Euro für alle Sachsen bis zu einem Alter von 27 Jahren. Die Kommunen müssen ihrerseits mindestens dieselbe Summe beisteuern. Da aber wegen des Geburtenrückgangs immer weniger Jugendliche im Freistaat leben, bleiben nach internen Rechnungen schon in diesem Jahr rund 300.000 Euro übrig.

Dieses Geld müsste Clauß nach dem bisher üblichen Verfahren an Finanzminister Georg Unland (CDU) zurück überweisen. Genau das aber lehnt die Ressortchefin nach LVZ-Informationen vehement ab. Vielmehr sollen die Mittel in den kommenden Jahren als zusätzlicher Betrag in die Jugendhilfe fließen – und definitiv nicht ans Finanzressort gehen.

Derzeit sitzen die Experten aus dem Sozialministerium an der Ausarbeitung der Details. Denkbar ist, dass alle Landkreise und kreisfreien Städte jeweils denselben Anteil aus dem Überschuss erhalten. Wahrscheinlicher aber ist die Variante, dass ein Sockelbetrag an alle Kommunen überwiesen und zusätzlich ein Sozialfaktor eingeführt wird. Damit würden besonders benachteiligte Regionen mehr vom Kuchen abbekommen.

Die Jugendhilfe sorgt in Sachsen seit Jahren für heftig Diskussionen. So hatte Clauß den Pro-Kopf-Betrag 2010 im Zuge des Sparhaushalts der schwarz-gelben Landesregierung von ehemals 14,30 Euro auf 10,40 Euro gesenkt. Daraufhin gab es landesweite Proteste von Opposition und Sozialverbänden. Auch in der CDU gab es verhaltene Kritik.

Anita Kecke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Mitteldeutschland
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Reisemarkt

    Lust auf Urlaub? Der LVZ Reisemarkt präsentiert am 2. und 3. Februar 2018 Traumziele fern und nah. Alle Infos zu den Ausstellern und zum Programm g... mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2018
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 14. LVZ-Fahrradfest lädt am 29. April 2018 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Alle Infos zum Event finden Sie in unserem Sp... mehr

  • Geld für Vereine der Region
    Mikrologo Angestust

    Mit der Aktion „Angestupst“ unterstützen LVZ und Sparkasse Leipzig die Vereine der Region. Die aktuelle Runde läuft. mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album 2
    Leipzig-Album 2

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Digital Abo

    "LVZ Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kön... mehr