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Mitteldeutschland Sachsens AfD geht mit Lehrer-Pranger ans Netz
Region Mitteldeutschland Sachsens AfD geht mit Lehrer-Pranger ans Netz
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13:49 12.10.2018
Die sächsische AfD will ihr Meldeportal gegen parteikritische Lehrer. starten (Symbolfoto) Quelle: Heiko Wolfraum/dpa
Dresden

Die sächsische AfD will noch am heutigen Freitag mit einem Meldeportal gegen parteikritische Lehrer online gehen. Auf dem Portal www.lehrersos.de sollen Schüler oder auch Eltern Verstöße gegen das Neutralitätsgebot von Lehrern anonym melden können. Diese Vorfälle würden nach Überprüfung der Angaben dem Landesschulamt gemeldet. In schwerwiegenden Fällen behalte man sich auch rechtliche Schritte gegen die gemeldeten Pädagogen vor.

Laut Sachsens AfD-Landes- und Fraktionschef Jörg Urban sollen Vorfälle mit Datum, Uhrzeit, Ort, Schule und Unterrichtsfach gemeldet werden. Man werde aber nicht Namen der Lehrer weitertragen und auch die Namen von Schülern und Eltern schützen. Nur in „extremen Einzelfällen“ erwägt die AfD, sich mit Ross und Reiter an das Ministerium zu wenden. Wer etwas meldet, soll seine Rufnummer oder Mailadresse hinterlassen, damit Rücksprache erfolgen kann. Man wolle auch sehen, ob es möglicherweise auch „Problemschulen“ gibt, hieß es.

Es gehe nicht darum, Lehrer öffentlich an den Pranger zu stellen, versicherte Urban. Vielmehr wolle die rechtskonservative Partei Freiheit, Demokratie und Toleranz in Sachsen stärken. Kritik an der Initiative seiner Partei wies Urban als „billiges Geschrei“ zurück. Der Landeschülerrat hatte die Pläne als „schwachsinnig“ bezeichnet.

Von Winfried Mahr

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