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Sachsens Bergsteiger wieder weltweit unterwegs

Sachsens Bergsteiger wieder weltweit unterwegs

Die Bergwelt war auch 2009 fest im Blick sächsischer Alpinisten. Kletterer aus dem Freistaat erkundeten mit ihren Expeditionen für sich wieder Neuland in Gebirgen Afrikas, Asiens und Südamerikas.

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Mehrere sächsische Expeditionen steuerten 2009 Ziele im Himalaya an.

Quelle: dpa

Dresden. Schwierigste Wände von 500 Metern Höhe bis zu Gipfeln über 7000 Meter stehen als Bilanz in den Bergfahrtenbüchern. Mehrere Expeditionen steuerten Ziele im Himalaya an.

Gleich zweimal war der Dresdner Götz Wiegand im mächtigsten Gebirge der Erde unterwegs: Zu seinem 50. Geburtstag machte er sich selbst ein Geschenk und bestieg seinen fünften Siebentausender gemeinsam mit drei Seilgefährten. Die Sächsische Himalaya-Expedition 2009 führte im Frühjahr auf den 7246 Meter hohen Putha Hiunchuli im Gebiet des Dhaulagiri. Im Herbst ging es bei der Mustang-Tour ebenfalls nach Nepal.

Vier Wochen lang war der Kamenzer Reinhard Richter solo im Sagarmatha-Nationalpark des Mount Everest-Gebietes unterwegs. „Meine Tour habe ich ganz gut überstanden. Das Projekt war eine Fotoreportage über die Bergvölker Nepals“, berichtete er. Auf seiner Route bestieg der Alpinist zwei Fünftausender.

Im Kalkstein Nordafrikas kletterten Sachsen erfolgreich in Jugend- und Senioren-Seilschaften verschiedener Länder. Sie hatten sich ein Areal am nördlichen Fuß des Atlas-Gebirges in Marokko auserkoren. „Wir wollten die 500 Meter hohen Steilwände in Graden bis 9c der sächsischen Skala machen. Wir kletterten, bis die Sonne unterging und haben es geschafft“, so der 63-jährige Peter Kohbach aus Radeberg. Youngster meisterten eine Erstbegehung.

In Pakistan engagierten sich Bergsteiger aus Sachsen auch für Einheimische. In der Hauptstadt Islamabad richteten sie mit Kameraden aus anderen Ländern eine Sportkletterroute ein. In wochenlangem Einsatz legten sie in Zweier-Seilschaften die 120 Meter lange Route „Team work“ in den Margalla Hills am Stadtrand an.

Die viertgrößte Eisfläche der Erde im Zentrum der patagonischen Anden überquerten an 20 Tagen die Leipziger Olaf Rieck und Georg Sichelschmidt. Anschließend umrundeten sie den 3406 Meter hohen Granitgipfel Cerro Fitz Roy und erkundeten eine eventuelle Besteigung des begehrten Kletterziels im neuen Jahr.

Der Chemnitzer Extrembergsteiger Jörg Stingl war in Südamerika auf den Spuren Alexander von Humboldts unterwegs. „Wir haben den Gipfel des Chimborazo erreicht und sind auf der Reise noch an anderen Traumbergen, auf der Allee der Vulkane, erfolgreich gewesen“, schilderte der 48-jährige seine Tour mit Begleitern.

Nicht immer war das Gipfelglück den Sachsen hold. An einem der 14 höchsten Berge, dem Manaslu (8163), kamen der Radebeuler Johannes Franke und sein Kompagnon Egon Rost aus Österreich bis auf 7100 Meter. Riesige Schneehöhen zwangen die Beiden zur Umkehr.

Richard Schmieder, dpa

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