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Mitteldeutschland Sachsens Bischöfe mahnen zum Frieden und kritisieren Egoismus
Region Mitteldeutschland Sachsens Bischöfe mahnen zum Frieden und kritisieren Egoismus
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10:12 25.12.2011
Joachim Reinelt, Bischof des Bistums Dresden-Meißen. Quelle: André Kempner
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Dresden

„Zum Frieden sind wir berufen; wir sollen Friedensboten sein“, erklärte auch der Bischof der evangelischen Landeskirche Sachsens, Jochen Bohl, in der Frauenkirche. Dieser beginne in den kleinen Kreisen des Alltags, „wenn wir einander zum Leben helfen und die Lasten des Lebens tragen“.

Nötig sei Frieden in der Welt ebenso wie in der Gemeinschaft, in Familien und in jedem selbst, sagte Reinelt angesichts der Gewalt unter Völkern und dem Hass in der Gesellschaft. „Es wird höchste Zeit, dass wir uns die Hände reichen, damit die Krisen uns nicht dividieren in Arme und Reiche, in Linke und Rechte, in Engagierte und Gleichgültige.“

Der Dialogprozess sei nicht nur in der Kirche ein Weg, aufeinander zuzugehen. „Auch im öffentlichen Raum bedarf es dringend des Dialogs zwischen Gegnern und Konkurrenten“, sagte Bischof Reinelt. Die Geschichte der Menschheit lehre eindeutig: „Wenn der Gesprächskontakt abgebrochen wurde, begann das Chaos“.

Jochen Bohl, Bischof der evangelischen Landeskirche Sachsens. Quelle: dpa

Christi Geburt mahne, nicht auf die Stärke der Machtmittel zu setzen, betonte Landesbischof Bohl. „Der Friede kommt nicht durch Waffen, sondern im Vertrauen auf die Botschaft, die Jesus Christus in die Welt gebracht hat.“ Er rufe zum Frieden und zur Versöhnung. Bohl verurteilte den gewachsenen Egoismus und die Jagd nach dem schnellen Geld unter Verletzung der Gebote der Gerechtigkeit.

„Das Ziel des Wirtschaftens ist nicht die maßlose Steigerung des Einkommens Weniger, sondern dass alle ihren Lebensunterhalt erarbeiten und mit ihren Kräften und Fähigkeiten etwas beitragen können für das gemeinsame Gute.“

dpa

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